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Holsteinischer Courier

22. November 2017 | 03:10 Uhr

Kuhberg : Einbrecher plündern Optiker-Filialen

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Mehrere Optiker wurden in den vergangenen Monaten Opfer dreister Einbrecher.

von
erstellt am 08.Jul.2017 | 08:00 Uhr

Neumünster | Die Täter stehlen offenbar auf Bestellung und kennen sich bestens mit der Materie aus. Immer wieder wurden in den vergangenen Monaten Optiker-Filialen von Einbrechern heimgesucht. Der jüngte Fall ereignete sich erst vor wenigen Tagen bei Optiker Kind am Kuhberg. In der Nacht vom 3. auf den 4. Juli erbeuteten unbekannte Täter hochwertige Brillengestelle sowie spezielle Messgeräte. Laut Polizeisprecher Rainer Wetzel entstand ein Schaden von mehreren 100  000 Euro. Was genau verschwand, wird zurzeit ermittelt.

Es ist nicht der einzige Einbruch in eine Optiker-Filiale, der die Polizei in den vergangenen Monaten beschäftigte. Besonders heftig traf es Frenz Optic am Kuhberg 41. Innerhalb eines Jahres machten sich dort vier mal Einbrecher zu schaffen. Es begann im vergangenen Sommer mit zwei Versuchen. Beide Male kamen die Täter jedoch nicht bis in den Laden. Im September 2016 bohrten sie jedoch erfolgreich ein Schloss des Hintereingangs auf. Im Geschäft rafften die Einbrecher rund die Hälfte der teuren Markengestelle zusammen. „Das war zur Zeit der Weinköste. Ich denke, die Täter sind damals irgendwie gestört worden“, beschreibt Inhaber Jürgen Frenz den Vorfall. Dafür spricht, dass die Unbekannten auch viele wertvolle Brillen liegen ließen. Als Konsequenz ließ Frenz sofort die Sicherheitstechnik in seinem Geschäft aufrüsten. Doch es war zu spät. Zwei Tage, bevor er die neue Anlage in Betrieb nehmen konnte, stiegen die Einbrecher nur sechs Wochen nach der ersten Tat erneut in sein Geschäft ein. Diesmal verschwanden auch teure Maschinen. Mittlerweile ist die Filiale mit einer modernen Alarmanlage und Licht gesichert.

Doch Optiker Jürgen Frenz hat seit dem Einbruch bereits von weiteren ähnlichen Fällen im Norden gehört. So wurden ein Optiker in Kiel und einer in Eckernförde in jüngster Zeit ebenfalls Opfer. „Das sieht so aus, als würde auf Bestellung gestohlen“, meint Frenz. Die Brillengestelle und die technischen Werkzeuge gehen dann möglicherweise ins Ausland und werden in Geschäften verkauft, wo die Herkunftsnachweise nicht erbracht werden müssen.

Bei der Landesinnung der Optiker für Niedersachsen, Bremen und Schleswig-Holstein in Hannover hat man das Problem auch im Blick. „Derartige Taten kommen immer mal wieder vor – offenbar in ganz Deutschland. Auf der nächsten Mitgliederversammlung der Landesinnung soll deshalb ein Vortrag zu dem Problem gehalten werden. Die Polizei in Neumünster weiß laut Rainer Wetzel derzeit von keinen weiteren Fällen in der Stadt. 

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