Poetry Slam : Ein wortreicher Wettkampf

Fünf Besucher wurden ausgewählt, um als Jurymitglieder den Künstlern die Punktzahlen zu zeigen.
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Fünf Besucher wurden ausgewählt, um als Jurymitglieder den Künstlern die Punktzahlen zu zeigen.

Atelier Kunstblick: Barden und Poeten traten künstlerisch gegeneinander an, und das Publikum gab die Noten

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20. Juli 2015, 08:00 Uhr

Neumünster | Das Künstlerpaar Astrid und Kurt Schulzke hat am Sonnabend erstmals die Räume seines Ateliers Kunstblick an der Wrangelstraße für einen lyrisch-musikalisch-poetischen Wettstreit unter dem Titel „Wortreich“ geöffnet. „Künstler und Schweine kommen in der Regel erst nach dem Tod zu Ehren. Dagegen wollen wir etwas tun“, sagten die Schulzkes bei ihrer Begrüßung.

Jeweils fünf Barden und Poeten trugen vor etwa 70 Zuschauern nacheinander bis zu drei Lieder oder Texte vor. Anschließend wurden sie bewertet. Als Juroren wurden fünf aus dem Publikum gewählt, die den Inhalt und den Vortrag bewerten durften – mit einer Note von 1 bis 10. „Jeweils die höchste und die niedrigste Zahl werden nicht gewertet“, erklärte Astrid Schulzke dem Publikum.

Den Beginn machte die Gruppe der Barden mit dem Neumünsteraner Musiker Reiner Bublitz, der am Keyboard von Michael Knauer begleitet wurde. Weitere Teilnehmer waren Rainer Murr, Nobby Gutsche, Toby Straight und Ralf Fellmer. „Als ich hörte, dass nur eigene Lieder vorgetragen werden durften, musste ich mir erstmal etwas einfallen lassen“, verriet Reiner Murr, der extra für diesen Abend sein Lied „Ermutigung“ geschrieben hatte, in dem er Existenzängste thematisiert.

Einige der Wortkünstler standen sogar noch nie vor Publikum. „Ich schreibe sonst nur für mich“, sagte Amina Oliweira Tavares. Ebenso erging es Ulli Karp, der zum ersten Mal auf einer Bühne stand. Weitere Poeten waren Barbara Naziri, Anna Osowski und Julia Krey.

Am späten Abend standen die Gewinner fest. Toby Straight überzeugte bei den Barden, gefolgt von Rainer Murr und Nobby Gutsche. Julia Krey war die beste Poetin des Abends, gefolgt von Barbara Naziri. Amina Oliweira Tavares und Anna Osowski teilten sich den dritten Platz. „Genau genommen sind an diesem Abend alle Gewinner“, sagte Kurt Schulzke. Er und seine Frau waren am Ende sehr zufrieden. „Wir haben ausschließlich positive Rückmeldungen erhalten. Der Abend hat uns und allen anderen großen Spaß gemacht“, sagten sie gestern und ließen schon durchblicken, dass es nicht die letzte Veranstaltung dieser Art gewesen sein soll. Der Reinerlös der Veranstaltung kommt dem Blauen Elefanten des Kinderschutzbundes zugute.

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