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Ausstellung : Ein Wochenende voller Stadtgeschichte

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

888 Jahren: Münzen, Neumünsteraner Notgeld und Kantinenmarken, Postkarten und ein Sonderstempel für die Philatelisten

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erstellt am 21.Aug.2015 | 12:00 Uhr

Neumünster | Als einen Beitrag zum 888. Geburtstag von Neumünster findet am Wochenende 29. und 30. August eine umfangreiche Ausstellung zur Stadtgeschichte statt – erzählt anhand von Postkarten, Münzen, Briefmarken und anderen geschichtlich interessanten Stücken.

Organisiert wird die Ausstellung in der Stadthalle von Rainer Hebel, dem Vorsitzenden des Briefmarkensammlervereins und Betreiber des Briefmarkencafés an der Holstenstraße. Er erhält Unterstützung von den Sammlern und dem Verein der Münzfreunde Schleswig-Holstein. „Ich fand, dass im Rahmen der Feiern zum 888. Geburtstag auch Stadtgeschichte erlebbar gemacht werden sollte. Außerdem lebe ich seit 1945 hier und finde Neumünster einfach schön und lebenswert“, sagt Hebel.

Erzählt wird die Münzgeschichte in Schleswig-Holstein, beginnend mit Haithabu: „Die Wikinger haben im 9. Jahrhundert die ersten Münzen aus dünnem Silberblech geprägt“, sagt Hebel. Ein Schwerpunkt bildet die Geschichte der deutsch-dänischen Entwicklung. Und selbst ein noch älteres Tauschmittel, eine Kaurie-Schnecke, wird zu sehen sein.

Neumünsteraner Notgeld von 1922/23 wird auch ausgestellt. Hebel: „Große Firmen wie Bartram gaben damals ihr eigenes Notgeld heraus. Einige schöne Stücke mit Werten bis in die Billionen Mark zeigen wir.“ Auch alte Kantinenmarken vom Ausbesserungswerk, dem Hotel Victoria, der Volksbank oder dem Katholischen Gesellenverein haben die Sammler zusammengetragen. Alte „Haustrunk“-Flaschen der Brauereien werden ebenso gezeigt wie die Geschichte des Kriegsgefangenenlagers Wasbek.

Für die Philatelisten wird es etwa 600 Blatt Briefmarken mit Neumünsteraner Bezügen zu sehen geben. Nur an diesem Wochenende bekommt man an einem Stand der Deutschen Post einen Sonderstempel, der extra bei der Post beantragt wurde. Außerdem hat der Sammlerverein eine eigene Briefmarke in den Werten 62 und 85 Cent entworfen und drucken lassen. An einem Münzpräger können Kinder und Erwachsene sich selber eine Münze prägen. Drei Neumünster-Filme laufen ohne Pause, und auf der Galerie der Stadthalle werden stündlich Vorträge gehalten.

Die Ausstellung ist an beiden Tagen von 11 bis 17 Uhr geöffnet. Eintritt drei Euro (Kinder bis zwölf Jahren sind frei).

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