Wettbewerb der Vielfalt : Ein Wettkampf ohne Schranken

Freuen sich auf das große Ereignis im Bad am Stadtwald: Schwimmerin Kirsten Bruhn (von links), ihr Vater und Trainer Manfred Bruhn, Guido Schwartze  und Simone Bock vom Polizeisportverein präsentieren das offizielle Logo zum Wettkampf der Vielfalt.
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Freuen sich auf das große Ereignis im Bad am Stadtwald: Schwimmerin Kirsten Bruhn (von links), ihr Vater und Trainer Manfred Bruhn, Guido Schwartze und Simone Bock vom Polizeisportverein präsentieren das offizielle Logo zum Wettkampf der Vielfalt.

Der Polizeisportverein veranstaltet am 5. Juli im Bad am Stadtwald einen sportlichen Schwimm-Wettbewerb der Vielfalt.

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19. Juni 2014, 08:00 Uhr

Neumünster | Die Idee entstand am Beckenrand im Bad am Stadtwald: Bei einem Gespräch zwischen Manfred Bruhn und Guido Schwartze vom Polizeisportverein (PSV) kam die Frage auf, ob es im Sport eigentlich Inklusionswettbewerbe gebe. Trotz aufwändiger Recherche wurde keiner von ihnen fündig. Für Guido Schwartze war das eine unerklärliche Tatsache: „Wir sind eine Gesellschaft – warum tragen wir unsere Sportereignisse dann nicht gemeinsam aus, ohne Ansehen aller Merkmale, die ein Mensch mit sich bringt?“

Für Schwartze und Bruhn war klar: Jetzt müssen wir den ersten Schritt gehen. 18 Monate später hat die Idee konkrete Formen angenommen. Am Sonnabend, 5. Juli, findet ab 10 Uhr im Bad am Stadtwald der Wettkampf der Vielfalt statt. 300 Sportler aus fünf Nationen werden erwartet, die im großen Sportbecken gegeneinander antreten. Eingeladen sind sowohl im Verein organisierte Teilnehmer wie auch Hobby-Schwimmer, Schulen, Vereine oder Initiativen. Die Behindertensportlerin und dreifache Goldmedaillen-Gewinnerin Kirsten Bruhn wird die Veranstaltung mit Innenminister Andreas Breitner eröffnen und danach selbst bei dem Wettkampf an den Start gehen.

Teilnehmer ohne Lizenz starten in der Disziplin 50-Meter-Strecke und dürfen einen beliebigen Schwimmstil anwenden. Innerhalb des Reglements gibt es die Disziplinen 4 x 50 Meter Freistil Staffel, 200 Meter Lagen, 100 Meter Brust, 100 Meter Rücken und 200 Meter Lagen Staffel. Durch die Unterscheidung von Startklassen und dem sich daraus ergebenden Punktesystem werden die Ergebnisse aller Sportler miteinander vergleichbar.

Das achtköpfige Organisations-Team blickt der Veranstaltung mit Vorfreude und einer gehörigen Portion Respekt entgegen. „Auch wir haben uns am Anfang gefragt, was wir mit dieser Aktion auslösen und ob diese Stadt das tragen kann“, erinnerte sich Guido Schwartze. Auch Manfred Bruhn hatte mitunter Zweifel, ist aber positiv gestimmt: „Das Ganze ist zu einem Ballon geworden, den wir jetzt wuppen müssen. Anfangs war die Aktion viel kleiner angedacht. Durch das Internet hat sich der
Wettbewerb rasant weiterverbreitet.“

Rund 100 Vereine und Verbände wurden weltweit von Mit-Organisatorin Simone Bock angeschrieben. Inzwischen trudelten sogar Anfragen aus dem Libanon und aus Nigeria ein.

Das Team des PSV arbeitet darauf hin, dass es sich bei dem Wettbewerb um keine einmalige Aktion handelt. Für das nächste Jahr hoffen die Mitglieder darauf, einen internationalen Sponsor zu finden. „Das ist uns in diesem Jahr leider nicht gelungen“, sagte Guido Schwarzte und fügte optimistisch hinzu: „Diese Veranstaltung ist nicht nur eine Herausforderung für uns, sondern auch eine Chance für die Stadt. Wer wachsen will, muss über seine Grenzen hinausgehen.“

Anmeldungen von Teilnehmern außerhalb des Reglements werden noch bis morgen, 0 Uhr, per E-Mail unter idc-anmeldung@wettkampf-der-vielfalt.de entgegengenommen. Alle anderen Teilnehmer werden gebeten, sich über ihre Vereine und den Deutschen Schwimmverband anzumelden. Das Startgeld beträgt fünf Euro. Für Besucher ist der Eintritt frei. 
 

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