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„Latin Strings“ : Ein vielversprechender Auftakt

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Die „Latin Strings“ gaben mit ihrem Auftritt im Caspar-von-Saldern-Haus den Startschuss für eine neue Konzertreihe.

Neumünster | Dass klassische Musik völlig unverkrampft präsentiert und genossen werden kann, bewies am Sonntagabend das Quartett „Latin Strings“ im Caspar-von-Saldern-Haus. Die jungen Musiker legten mit ihrem Streichkonzert einen großartigen Auftakt zu einer vielversprechenden neuen Konzertreihe hin.

Die vier lateinamerikanischen Vollblutmusiker Inés Rebeca Vega Villarroel, Kathya Daniela Contreras Vidal, Erika del Valle Cedeno Campos und Alonso Clemente Urrutia del Río sind Studenten an der Musikhochschule in Lübeck und waren im Rahmen des Projekts „MusikERkennen“ nach Neumünster gekommen. Zwei Mal im Jahr sollen nun junge Musiker aus Lübeck ihr Talent präsentieren und einen offenen Austausch mit dem Publikum suchen. „Fragen aus dem Publikum sind ausdrücklich erwünscht“, betonte Renate Werner vom Vorstand des Caspar-von-Saldern-Hauses. „Es sollen auch mehr junge Leute angesprochen werden. Die Barriere soll gebrochen werden, die manch einen Zuhörer klassischer Musik stumm und verspannt im Sessel sitzen lässt“, erläuterte sie das Konzept weiter.

Die vier beeindruckenden Künstler aus Chile und Venezuela haben die Idee verwirklicht. Vor jedes Lied schoben die Studenten Erläuterungen und erzählten über sich, sodass eine harmonisch-entspannte Atmosphäre entstand. Gleich nach dem ersten Stück – Qué bonita va von Fransisco Flores del Campo – nutzte ein Gast die Möglichkeit und erkundigte sich, wie die Mittzwanziger aus Südamerika nach Lübeck gekommen sind. „Einige von uns haben unsere Professoren bereits in unserer Heimat in Meisterkursen kennen gelernt. Zudem ist Deutschland ein weltbekanntes Zentrum für klassische Musik“, erklärte der Cellist Alonso Clemente Urrutia del Río.

Die „Südamerikanischen Streicheleinheiten“, so der Name des Programms, ging unter die Haut: Ob brasilianische Bossa-Nova-Rhythmen oder argentinische Tangos – die drei Geigerinnen und der Cellist spielten rührend schön. Mit im Programm war auch das Streichquartett in C-Dur von Wolfgang Amadeus Mozart. „Das ist Teil unseres Studiums – und auch ein Geschenk an das Publikum“, sagte Violinistin Erika del Valle Cedeno Campos.

Ganz angekommen ist die Reihe in Neumünster noch nicht: Leider waren nur 40 nicht mehr ganz junge Gäste anwesend, die waren jedoch begeistert und spendeten herzlichen Applaus.


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