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Holsteinischer Courier

21. Oktober 2017 | 15:16 Uhr

Bordesholm : Ein Tunnel als Schmuckstück

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Während des verkaufsoffenen Sonntags wurde in Bordesholm die Fußgängerunterführung offiziell eingeweiht.

Bordesholm | Ein gutes Jahr hat es gedauert. Doch gestern konnte der Bordesholmer Bürgermeister Helmut Tiede nun während des verkaufoffenen Sonntags die offizielle Einweihung der umgestalteten Fußgängerunterführung am Bordesholmer Bahnhof (der Courier berichtete) vor rund 200 Besuchern vornehmen.

„Diese Baustelle hatte es wirklich in sich. Denn der Umbau musste bei laufendem Bahnhofsbetrieb vonstatten gehen. Doch was lange währt, wird endlich gut. Und jetzt präsentieren sich die Unterführung und die mehr als 150 neuen Fahrradeinstellplätze modern und einladend“, erklärte er nicht ohne Stolz.

Der Ausbau der Bahnunterführung auf der Bahnhofseite kostete rund 735  000 Euro. Und in die neue Fahrradabstellanlage wurden noch einmal 217  000 Euro investiert. Erheblich gefördert wurden diese Maßnahmen mit Mitteln aus der Städtebauförderung von Bund, Land und Gemeinde sowie der Nah.sh (Fahrradabstellplätze).

Auf der sogenannten Edeka-Seite kamen noch einmal 350  000 Euro für die komplette Neuordnung des Geländes obendrauf. Entstanden ist hier ein ÖPNV-Parkplatz mit 38 Plätzen, weitere 150 Fahrradplätze und eine Rampe für den barrierefreien Zugang. Am Ausbau des Tunnels beteiligte sich die Deutsche Bahn mit 40  000 Euro.

Für die dekorative Ausgestaltung des Durchgangs war der Künstler Harald Boigs verantwortlich. Neben einer eigenen Arbeit mit historischen Motiven an der linken Innenwand des Tunnels (der Courier berichtete) betreute der Bordesholmer zudem das Projekt, bei dem zehn „Zugfenster“ von örtlichen Vereinen und Institutionen gestaltet wurden. Diese schmücken nun zu beiden Seiten die Kopfseiten des Tunnels.

Bei den rund 3000 Besuchern, die im Laufe des Tages durch die bunte Einkaufsmeile bummelten, kam die Neugestaltung gut an. „Das sieht super aus. Die bunten Bilder geben dem Ort etwas Persönliches. Und endlich ist das dunkle, schmutzige Loch weg“, erklärte unter anderem Marie-Luise Wohlfahrt.

Trotz des mit Schauern durchsetzten Wetters waren die Tische vor den Cafés und auch die Schlangen vor den Ständen der Eisverkäufer schon beachtlich. Mehr als 30 Geschäfte und rund 20 zusätzliche Stände sorgten für ein vielfältiges Angebot zum Schauen und Kaufen. Der Gewerbeverein verteilte unter dem Motto „Bordesholm blüht auf“ über seine Mitgliedsgeschäfte Tütchen mit Blumensamen. „Die Aktionen sind vielfältig. Man trifft viele Bekannte – was will man also mehr“, erklärten denn auch die Wattenbeker Anja und Christian Weber, die mit ihrer kleinen Tochter Lisa auf der Meile unterwegs waren.

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