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Leistungswettbewerb : Ein Titel blieb in Neumünster

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Die Landesmeister der Handwerksjugend stehen fest / Jan Rumberger ist der beste Fliesenleger von ganz Schleswig-Holstein

shz.de von
erstellt am 28.Sep.2013 | 15:00 Uhr

Im Emil-Dittmer-Haus wurde am Donnerstag mit besonders großer Anspannung gearbeitet: Beim praktischen Leistungswettbewerb der Handwerksjugend wurde der landesbeste Junggeselle in den Bauberufen Maurer, Zimmerer und Fliesen-, Platten- und Mosaikleger gesucht. Die 28 Teilnehmer hatten acht Stunden Zeit, um ein vorgegebenes Werkstück herzustellen und dafür Punkte zu sammeln.

In den Räumen der Kreishandwerkerschaft an der Wasbeker Straße schauten sich die Prüfer Lothar Kutkowsky, Rainer Carlsen und Gustav Schmidt die Werke der Zimmerer an. Sie gingen mit Zollstock und Wasserwaage zu Werke und bewerteten unter anderem den Aufriss, die Planung und Arbeitsplatzeinrichtung und die maßgenaue Fugenpassung am Modell. „Einige sind in der vorgegebenen Zeit nicht fertig geworden. Sie bekommen dann aber noch Punkte zum Beispiel für die Vollständigkeit der Hölzer“, erklärte Kutkowsky.

Die Teilnehmer waren allesamt schon sehr gut auf ihrem Gebiet. Die Gesellenprüfung mussten sie mindestens mit der Note 2 abgeschlossen haben, um überhaupt für den Landeswettbewerb zugelassen zu werden. „Um hier Erfolg zu haben, muss man schon herausragende Fähigkeiten mitbringen, sein Metier aus dem Effeff beherrschen und alles in der stressigen Wettkampf-Situation mit der Zeit im Nacken so sauber und perfekt wie möglich umsetzen. Hier werden Dinge verlangt, die in dieser Komplexität im Baustellen-Alltag nicht vorkommen“, betonte Rainer Thumann, Sprecher des Baugewerbeverbandes.

Maurer-Geselle Lasse Stoschek (22) aus der Innenstadt war einer der Teilnehmer. Seine Prüfung hatte er in Theorie und Praxis mit „sehr gut“ bestanden. Aber die Aufgabe beim Leistungswettbewerb stellte ihn vor eine Herausforderung. „Man kann sich kaum vorbereiten, weil man natürlich nicht weiß, was verlangt wird. Es gibt Techniken, die häufiger vorkommen, aber man sollte mehr beherrschen, um hier Erfolg zu haben“, erzählte der Nachwuchs-Maurer, der bei Oskar Heuchert gelernt hat und jetzt Bauingenieurswesen in Heidelberg studiert. Er erreichte am Ende Platz 3. Der beste Maurer wurde Vitali Kuhn aus Schwarzenbek vor Fabian Nehrmann (Lindemann Bau, Groß Kummerfeld).

Ein Titel blieb in Neumünster: Bester Fliesenleger des Landes wurde Jan Rumberger (Lehrbetrieb Fliesen Reetz). Nick von Allwörden aus Buchholz sicherte sich den Titel im Zimmerer-Handwerk vor Timo Berszinski aus Neumünster (Zimmerei Hildebrandt). Als bester Brunnenbauer wurde Dustin Yanneck Hannmann aus Krogaspe ausgezeichnet (Von Aspern, Timmaspe).

Die Sieger haben sich für die Deutsche Meisterschaft im November in Biberach qualifiziert.

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