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NDR-Sinfonieorchester : Ein Teil des Grammys ging nach Bordesholm

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Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Volker Donandt spielt seit 23 Jahren den Kontrabass in dem Hamburger Orchester / Bei 70 bis 80 Konzerten pro Jahr ist er dabei

shz.de von
erstellt am 08.Feb.2014 | 13:45 Uhr

Natürlich ist er stolz. „Wir gewinnen dadurch an Aufmerksamkeit. Das ist gut“, sagt Volker Donandt. Lächelnd steht er am Kontrabass im Keller seines Bordesholmer Hauses. Dieses Instrument spielt er seit 1991 im Sinfonieorchester des Norddeutschen Rundfunks. Vor zwei Wochen bekamen die insgesamt 112 Musiker des Ensembles bei der 56. Verleihung der Grammy Awards den begehrten Preis in der Kategorie „Best Classical Compendium“ für die Einspielung „Hindemith: Violinkonzert - Symphonic Metamorphosis – Konzertmusik, Op. 50“. „Das ist natürlich ein Höhepunkt meiner Karriere“, sagt Donandt.

Mit acht Jahren fing der heute 51-Jährige an, Geige zu spielen. „Ich hatte Lust dazu. Meine Eltern waren zwar keine Musiker, aber musikalisch“, erinnert sich der gebürtige Schwabe, der in Großhansdorf (Kreis Stormarn) aufwuchs. Mit 10 lernt er das Klavierspielen, zum Kontrabass kommt er mit etwa 15. „Ich habe immer schon gerne Jazz gehört und wollte damals mit meinen Kumpels eine Band gründen. Da brauchten wir einen Bass.“ Die Entscheidung für das Streich- und Zupfinstrument entpuppt sich als goldrichtig. Ob im Schul- oder Jugendorchester oder bei anderen Ensemble-Projekten: Überall ist er gerne gesehen.

Nach der Bundeswehr studiert Donandt bis 1988 an der Musikhochschule Lübeck. Seinen ersten Einsatz hat er anschließend in Kiel. Rund ein Vierteljahr spielt er in der Landeshauptstadt auf einer Aushilfsstelle bei den Philharmonikern. Das erste feste Engagement führt ihn noch im selben Jahr nach Wuppertal. Dort lernt er auch seine Frau kennen. Sie spielt nicht nur im Orchester, sondern künftig auch in seinem Leben die erste Geige. 1991 schließlich landet Donandt wieder in seiner „Traumstadt“ Hamburg bei den NDR-Sinfonikern. Die Folge ist eine Fernbeziehung. Doch Donandts Frau hat Glück: Sie findet eine Stelle bei den Philharmonikern in Kiel. Das Paar zieht in die Mitte der beiden Arbeitspunkte – nach Bordesholm. Hier kommt 2003 auch der Sohn zur Welt. „Er interessiert sich leider nicht sehr für Musik“, bedauert der Papa.

Gespielt hat Volker Donandt schon auf vielen Bühnen weltweit. Japan sei immer toll, aber auch Auftritte in Buenos Aires und in der Albert Hall in London sind ihm in Erinnerung geblieben. Bei 70 bis 80 Konzerten pro Jahr ist er dabei. Besonders freut er sich auf die Fertigstellung der Elbphilharmonie. Sie soll das Stammhaus des Orchesters werden. „Das wird der nächste Höhepunkt meiner Karriere“, sagt er.

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