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Hengstschau : Ein Tasdorfer Hengst als echter Kerl

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Trakehner Hengstmarkt: Mehrere Kör-Kandidaten sorgten beim Freispringen für Furore / Heute fällt die Entscheidung

Der Trakehner Hengstmarkt strebt seinem Höhepunkt entgegen, und heute ist es soweit: Die Körung der Junghengste steht an. Am Nachmittag wird die Kommission verkünden, welche Tiere zur Zucht zugelassen wird.

Seit Donnerstag bewerten die fünf Experten der Kör-Kommission die 42 Hengste; gestern standen dazu das Freispringen sowie die Musterung auf dem Dreieck auf dem Programm. Gespannt beobachteten die mehr als 2000 Besucher zunächst den Auftritt der Hengste im Parcours, in dem die Springveranlagung der Pferde unter die Lupe genommen wurde. Je nach Springstärke der Hengste wurden die Hindernisse dazu in ihrer Höhe leicht variiert. Besonderes Lob aus den Reihen der Züchter erhielt dafür Harm Sievers aus Tasdorf, der für das Freispringen verantwortlich ist. „Er sorgt bei jedem Pferd dafür, dass es sich bestmöglich präsentieren kann“, hieß es dazu anerkennend.

Doch nicht immer absolvierten die Prüflinge diese Übung fehlerfrei. So ging bei Abwürfen ein Raunen durchs Publikum – und bei „Tucholsky“, der riss, sich jedoch anschließend mit den Helfern einen Spaß machte, gab es trotzdem spontanen Szenenapplaus.

Die Musterung auf dem Dreieck war dann die nächste Prüfung für den Trakehner-Nachwuchs. Beurteilt wird dabei, ob der Gang des Pferdes korrekt ist oder das Tier zum Beispiel mit der Vorhand fuchtelt. „Mit dieser Prüfung vervollständigt sich der Eindruck, den der Hengst bei den Prüfern hinterlässt“, erklärte dazu Martina Brüske, Pressesprecherin der Veranstaltung.

„Bisher gibt es für mich keinen klaren Favoriten. Aber das Springen war gut. Auch auf dem Dreieck war viel Schönes zu sehen. Die Pferde haben sich bis jetzt sehr sehenswert präsentiert“, sagte gestern Lars Gehrmann, Mitglied der Kör-Kommission und Zuchtleiter des Trakehner-Verbandes.

Hoffnung auf eine Kör-Auszeichnung hat auch das Gestüt Tasdorf von Petra Wilm mit dem Hengst Scaglietti. „Der weiß schon genau, dass er ein Kerl ist“, sagt die Betreuerin Ann-Katrin Dähnis schmunzelnd über den Hengst. Die Pferdewirtin und ihr Mann Jochen, ebenfalls Pferdewirt auf Tasdorf, kennen den Anwärter von klein auf. „Man hängt an allen Pferden. Aber wenn Scaglietti gekört wird, geht er in die Auktion. So ist das nun mal im Pferdegeschäft“, erklärten die beiden.

Zum zweiten Mal fand während des Hengstmarktes das Finale eines Dressurpferde-Championats statt. Qualifiziert hatten sich die neun besten Trakehner-Dressurpferde der Saison. Es gewann – wie im Vorjahr – Helen Langehanenberg auf Cote d’Azur.

Heute präsentieren sich die Junghengste ein letztes Mal der Kommission. Von 8 bis 10.30 Uhr heißt es für die Tiere „Frei laufen“. Am Nachmittag folgen die Auswahl der Jahressiegerstute sowie die Auktion der Reitpferde, Zuchtstuten und Fohlen. Um 17.30 Uhr wird dann das Kör-Ergebnis für die Hengste verkündet. Nur wer gekört wird, darf in die Zucht. Die Auktion der Hengste am Sonntag ab 13.30 Uhr bildet dann den Höhepunkt und Abschluss des 51. Hengstmarktes.

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erstellt am 19.Okt.2013 | 08:15 Uhr

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