Ein Tag im Zeichen des Spielens

Der Großflecken als Spielzone: Dietrich Mohr (v.li.), Vorsitzender des Jugendverbandes, Annika Carstens, Jessica Lau (Dock 24), Lotta Fabritz und Ute Graefe (JVN) freuen sich auf den Weltspieltag.
Der Großflecken als Spielzone: Dietrich Mohr (v.li.), Vorsitzender des Jugendverbandes, Annika Carstens, Jessica Lau (Dock 24), Lotta Fabritz und Ute Graefe (JVN) freuen sich auf den Weltspieltag.

Am Montag, 28. Mai, organisieren Jugendverband, Stadt und Mitstreiter viele Aktionen für Kinder

shz.de von
23. Mai 2018, 10:00 Uhr

Mitten in der Stadt toben, spielen, laut sein und sich ausprobieren: „Wir verwandeln die Steinfläche Großflecken in eine Spielzone“ ist die Parole des Jugendverbandes, der gemeinsam mit dem städtischen Kinder- und Jugendbus „Dock 24“ eine große Mitmach-Aktion zum Weltspieltag organisiert. Am Montag, 28. Mai, von 14.30 bis 18 Uhr verwandelt sich der zentrale Platz in ein Eldorado für Kinder. „Wir wollen auch darauf aufmerksam machen, dass immer mehr Spielräume im städtischen Bereich verschwinden, es gibt immer weniger Grünflächen. Wir wollen zeigen, dass man überall spielen kann“, sagt Dietrich Mohr, Vorsitzender des Jugendverbandes.
Denn das Ziel ist es, sicher erreichbare Spielmöglichkeiten in der Innenstadt und kinderfreundliche Plätze zu gestalten. „Radfahren ist für Kinder in der Innenstadt eine Herausforderung, gerade wenn zum Beispiel auf der Strecke vom Kuhberg bis zum Ihlsahl nur Bedarfsampeln den Verkehr regeln“, sagt Mohr.
Wichtig ist es ihm und seinen Mitstreitern, dass Spielen an der frischen Luft passiert: „Draußen findet das Abenteuer statt“, sagt er. Das Motto des Deutschen Kinderhilfswerks ist „Lasst uns draußen spielen“. Beim Spielen würden die Kinder auf das Leben vorbereitet: „Jede Nutzung eines digitalen Mediums ist der Verlust eines Abenteuers“, sagt der JVN-Vorsitzende. Kinder könnten die Welt so sprichwörtlich begreifen, sich ausprobieren, Grenzen testen. „Da der Weltspieltag auf einen Montag fällt, sind beim vierten Mal etwas weniger Vereine dabei“, sagt Erzieherin Annika Carstens vom „Dock 24“. Auf dem nördlichen Teil des Großfleckens zwischen Tourist-Pavillon und C & A tummeln sich eine Menge Angebote, darunter auch altmodische Spiele wie Holzkreisel-Drehen, Pedalos, Murmeln durch Röhren klickern oder selbst Bahnen bauen, das Geschicklichkeitsspiel Mephisto, eine Rollenrutsche, Balancieren auf der Kabeltrommel oder Fußball-Weykick. Das Spielmobil aus Lübeck ist mit Riesenseifenblasen und Basteln dabei, das Dock-24-Spielmobil bietet reichlich Spiele, eine Hüpfburg, eine Geisterbahn und seine große Bewegungsbaustelle. Es gibt einen Schminkstand, und auch das Jugend-Rotkreuz ist vor Ort. Kinder können auf einem Stuhl Platz nehmen und sich über die Kinderrechte informieren und Wünsche äußern – auch darüber, welche Gestaltung sie sich für aktuelle und künftige Spielplätze vorstellen.

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