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Holsteinischer Courier

12. Dezember 2017 | 15:29 Uhr

Ein Stück Stadtgeschichte wurde gerettet

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

von
erstellt am 22.Nov.2014 | 13:05 Uhr

Ein Stück Stadtgeschichte ziert seit gestern die Fassade des Museums Tuch + Technik: Ein Terrakotta-Kopf, der 100 Jahre lang im Mauerwerk des Hauses Am Teich 7 steckte, hat am Museum einen neuen Platz bekommen. „Das alte Haus, in dessen Fassade der Kopf eingearbeitet war, musste dem Bau der Holsten-Galerie weichen“, sagte die Neumünsteraner Künstlerin Kristin Grothe mit etwas Wehmut. Der Kopf als ein Stück Stadtgeschichte wurde gerettet.

Wie kam es zu der Idee? Der Terrakotta-Kopf war bis Anfang November Teil von Kristin Grothes Kunstinstallation „Hochregallager“. Die bestand aus Drahtkästen mit Abbruchresten aus dem Sager-Viertel. Und wer wollte, konnte sogar ein Teil kaufen. „Es ist toll zu wissen, dass jetzt viele Neumünsteraner ein Stück Stadtgeschichte zu Hause haben“, sagte Babett Schwede-Oldehus vom initiierenden Verein zur Förderung der Kunst gestern. 70 Steine fanden einen Käufer. 885 Euro kamen zusammen. „Ein Teil des Erlöses fließt in die Museumspädagogik, den Rest nutzen wir, um diese Idee mit dem Terrakotta-Kopf zu realisieren“, so Schwede-Oldehus.

Stefan Koch und Rolf Decker von der Firma Hans Wagner entfernten in sieben Metern Höhe an der Durchfahrt zwischen Museum und Stadthalle Steine aus der Fassade und setzten das geschichtsträchtige Stück samt anhängendem Mauer-Überbleibsel ein. „Nun blickt der Kopf als beobachtender Wächter in Richtung des abgerissenen Sager-Viertels“, sagte Kristin Grothe.

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