Neumünster-Wald : Ein Stück Heimat in der Ferne

Mürsel Hanli (rechts) vom Sportverein Neumünster Türkspor, Thorben Pries, Büroleiter des Oberbürgermeisters, und Stadtpräsidentin Anna-Katharina Schättiger präsentieren ein Exemplar der insgesamt 888 Bäume, die in der türkischen Stadt Canakkale gepflanzt werden sollen.
Mürsel Hanli (rechts) vom Sportverein Neumünster Türkspor, Thorben Pries, Büroleiter des Oberbürgermeisters, und Stadtpräsidentin Anna-Katharina Schättiger präsentieren ein Exemplar der insgesamt 888 Bäume, die in der türkischen Stadt Canakkale gepflanzt werden sollen.

Der Sportverein Türkspor will einen Neumünster-Wald in der Türkei errichten. Finanziert wird die Aktion durch Spenden.

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13. Juni 2015, 11:50 Uhr

Neumünster | Die Stadt an der Schwale soll künftig auch in der Türkei präsent sein. Der Sportverein Neumünster Türkspor will in Canakkale einen Neumünster-Wald errichten, der durch Spenden finanziert wird. Anlässlich der 888-Jahr-Feier Neumünsters hat der Sportverein Geld gesammelt, um in der türkischen Stadt in der Region Marmara 888 Bäume zu pflanzen. Angedacht ist ein Mischwald aus Buche, Eiche, Birke und Ahorn.

Mürsel Hanli vom Verein Türkspor erklärt die Idee hinter dem Projekt: „Wir möchten mit dem Wald eine Anlaufstelle für die türkischen Mitbürger in Neumünster schaffen, die regelmäßig in ihre Heimat fahren. Dort können sie eine Pause machen und innehalten“, erklärt Hanli, der bei bei Türkspor in erster Linie dafür verantwortlich, die Feierlichkeiten zu organisieren. Seit sechs Jahren stellt er unter anderem das jährliche Sport- und Familienfest an der Feldstraße auf die Beine. Die Erlöse sowie die gesammelten Spenden aus den Veranstaltungen werden stets für den guten Zweck eingesetzt. Im vergangenen Jahr wurden 1165 Euro für die Opfer des Grubenunglücks in der Türkei gesammelt; auch die Tafel an der Kieler Straße konnte bereits von den Spenden profitieren.

Die Idee des Neumünster-Waldes stößt auf große Resonanz. Rund 4700 Euro sind bereits an Spenden zusammengekommen. Mürsel Hanli hofft, dass sich noch mehr Bürger beteiligen.

Stadtpräsidentin Anna-Katharina Schättiger fand für das Projekt lobende Worte: „Ich halte das für eine Super-Idee. Viele unserer türkischen Mitbürger fahren regelmäßig nach Hause. Es ist schön, dass sie dort künftig ein Stück Heimat vorfinden.“

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