Interkulturelle Woche : Ein Stück gelebte Willkommenskultur

Memet Adalya (von links), Vorsitzender der Ditib-Gemeinde, ließ sich von Koch Ergün Yildrim, Stadtpräsidentin Anna-Katharina Schättiger und Ibrahim Ortacer, Vorsitzender des Forums für Vielfalt, bei der Eröffnung der Interkulturellen Woche mit leckerer Suppe versorgen.
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Memet Adalya (von links), Vorsitzender der Ditib-Gemeinde, ließ sich von Koch Ergün Yildrim, Stadtpräsidentin Anna-Katharina Schättiger und Ibrahim Ortacer, Vorsitzender des Forums für Vielfalt, bei der Eröffnung der Interkulturellen Woche mit leckerer Suppe versorgen.

Mit Musik und Tanz wurde am Sonnabend in Rencks Park die Interkulturelle Woche eröffnet.

shz.de von
21. September 2015, 09:00 Uhr

Neumünster | „Vielfalt. Das Beste gegen Einfalt“: Unter diesem Motto eröffnete Stadtpräsidentin Anna-Katharina Schättiger am Sonnabend auf der Klosterinsel in Rencks Park die diesjährige Interkulturelle Woche.

„In den vergangenen vierzig Jahren haben sich unser Land und die Gesellschaft verändert. Die Globalisierung hat zugenommen und es sind immer wieder neue Konflikte auf der Welt entbrannt, durch die gerade jetzt viele Menschen gezwungen sind, ihre Heimat zu verlassen. In dieser Situation tragen persönliche Begegnungen zur gelebten Willkommenskultur bei. Dazu bietet die Interkulturelle Woche vielfältige Gelegenheiten. Mit Musik und anderem kulturellen Angeboten möchten wir gemeinsam mit Ihnen die Vielfalt Neumünsters feiern, um ein Zeichen gegen Einfalt zu setzen“, sagte Schättiger vor rund 100 Besuchern.

Zu diesen zählten auch einige Flüchtlinge, die zurzeit in der Erstaufnahmestelle am Haart untergebracht sind. „Dort ist es ist sehr eng. Aber ich bin dankbar dafür, dass ich überhaupt hier angekommen bin. Und die Menschen dort tun ihr Möglichstes, um uns zu unterstützen“, erzählte Halim (23), der vor drei Monaten aus Syrien flüchtete.

Zum vielfältigen Eröffnungsprogramm gehörten Musik und Tanz, Informationsstände sowie leckere türkische Spezialitäten. Organisiert vom Forum der Vielfalt sowie zahlreichen weiteren Vereinen und Institutionen traten unter anderem die türkische Musikgruppe Royal aus Kiel und Mitglieder des Musikprojekts der Neumünsteraner Safety Villa (Einrichtung für unbegleitete Flüchtlingskinder) auf. Dass sie fleißig geübt hatten, zeigten die Kinder der Tanzgruppe „Dance Vicelines“.

„Wir freuen uns sehr, dass wir wieder so viele Mitwirkende für diese Aktion gewinnen konnten“, sagte Ibrahim Ortacer, der als Vorsitzender des Forums der Vielfalt die Organisationsleitung innehatte. Ebenfalls angetan von der gelungenen Eröffnung zeigte sich auch Eilean Layden, die seit gut zwei Monaten in der Stadtverwaltung als Koordinatorin für Menschen mit Migrationshintergrund arbeitet (der Courier berichtete). „Es ist schön, dass Sie alle da sind. Wir werden zukünftig ja viel miteinander zu tun haben“, sagte sie.

Die Interkulturelle Woche bietet ab Donnerstag, 24. September (16 Uhr), noch eine Ausstellung der Künstlergruppe „Kunst & Vielfalt“ im Bildungszentrum Vicelinviertel an.

Und am Freitag, 25. September, wird der mit dem ARD-Medienpreis ausgezeichnete Autor Osman Engin das Publikum mit einer Lesung seiner satirischen Texte über deutsch-türkische Beziehungen unterhalten. Die Veranstaltung beginnt um 18 Uhr ebenfalls im Bildungszentrum.

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