Zeitung in der Schule : Ein Schlafplatz mit viel Hilfestellung

In der Tages- und Übernachtungsstätte an der Gasstraße  bekommen Obdachlose mehr als nur einen Schlafplatz. Foto: Klasse 9b
In der Tages- und Übernachtungsstätte an der Gasstraße bekommen Obdachlose mehr als nur einen Schlafplatz. Foto: Klasse 9b

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22. Juni 2013, 08:57 Uhr

Neumünster | Vor ein paar Tagen haben meine Mitschüler aus der Klasse 9b der Gesamtschule Faldera und ich uns die kirchliche Übernachtungsunterkunft der Diakonie Altholstein anschauen dürfen. Die Unterkunft befindet sich an der Gasstraße 12. Durch das Projekt "Zeitung in der Schule" (Zisch) sind wir zu der spannenden Exkursion gekommen.

In der Übernachtungsunterkunft wird wohnungslosen Menschen ein Dach über dem Kopf geboten, diese haben leider häufig auch Alkohol- und Drogenprobleme, wodurch ihre Psyche leidet und sie beratende Unterstützung brauchen.

Die Unterkunft verfügt über 21 Schlafplätze für die Nacht, wobei die Frauen von den Männern in der Nacht getrennt werden. Es gibt mehr Schlafplätze für Männer als für Frauen und dies hat nach Auskunft von Hans-Jürgen Bröcker, dem Leiter der Übernachtungs- und Tagesstätte, einen plausiblen Grund. Frauen kommen eher bei Freunden und Bekannten unter als Männer, daher die höhere Anzahl. Tagsüber haben die wohnungslosen Menschen die Möglichkeit, sich in dem separaten Tagesraum aufzuhalten, in dem sie zum Beispiel mit anderen Gespräche führen, Gesellschaftsspiele spielen oder auch fernsehen können. Außerdem haben sie die Chance, vier Mal in der Woche bekocht zu werden.

Die Lebensmittel werden von der Tafel gespendet, und ehrenamtliche Mitarbeiter und auch Ein-Euro-Jobber verarbeiten sie weiter zu einem leckerem Mahl.

Jedoch ist die Unterkunft nicht ganz kostenlos, schließlich müssen anfallende Kosten wie zum Beispiel Löhne bezahlt werden. Finanziert wird dies vom Arbeitsamt über das Arbeitslosengeld II (Hartz IV). Somit ist also das Arbeitsamt der Kostenträger.

Neben der Übernachtungsunterkunft befindet sich die Beratungsstelle, die ebenfalls zur Diakonie Altholstein gehört. Dort möchte man den betroffenen Menschen helfen, sich ein neues Leben aufzubauen, indem sie zum Beispiel gemeinsam nach einer passenden Wohnung suchen.

Außerdem wird ihnen auch bei Suchtproblemen zur Seite gestanden, wofür es spezielle Therapien gibt. Man wünscht sich nämlich für diese Menschen, dass sie wieder auf die richtige Bahn gelangen und auch die schönen Seiten des Lebens kennenlernen dürfen.

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