zur Navigation springen

60 Jahre Sammlung der Lötzener : Ein Schatz für die Neumünsteraner

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Seit 60 Jahren gibt es die Kreisgemeinschaft Lötzen in Neumünster. Das Jubiläum der bewegten Geschichte wurde jetzt gefeiert.

Neumünster | Seit 60 Jahren gibt es die Kreisgemeinschaft Lötzen in Neumünster. Dieses Jubiläum wurde am Sonnabend im Kreisarchiv und Heimatmuseum an der Sudetenlandstraße 18  h gebührend gefeiert. Ute Eichler, die mit ihrem Ehemann Dieter derzeit im Vorstand der Kreisgemeinschaft ist, sprach in einem Festvortag vor 35 geladenen Gästen über die bewegte Geschichte der Sammlung in der Schwalestadt.

Lötzen war einer von 28 ehemaligen Kreisen in Ostpreußen (heute Gizycko), und alle ehemaligen Kreise haben in der Bundesrepublik eine Kreisgemeinschaft. Heute besteht ein ständiger Kontakt der Neumünsteraner nach Gizycko. 1994 wurde eine Begegnungsstätte des „Deutschen sozial-kulturellen Vereins“ in Gizycko eingeweiht.

„Viele Neumünsteraner wissen gar nicht, was für einen Schatz sie in ihrer Stadt haben“, sagte die Rednerin, um dann über die bewegte Geschichte mit sechs Umzügen unter anderem in Privatwohnungen, ins Volkshaus Tungendorf oder ins Caspar-von-Saldern-Haus zu sprechen.

Curt Diesing begann Mitte der 50er-Jahre mit dem Sammeln von Archivalien und Erinnerungstücken. Unter anderem Kurt Gerber, Erich Böhm, Erwin Horn und Paul Trinker arbeiteten ehrenamtlich viele Jahre am Erhalt der Erinnerungen, die heute ein anschauliches Bild, auch mit den aktuellen touristischen Sehenswürdigkeiten der alten Heimat, vermitteln.
Bereits 1954 übernahm die Stadt Neumünster die Patenschaft für die Kreisgemeinschaft Lötzen. 1965 äußerte sie die Absicht, dass sie „in Kürze ein Lötzener Heimatzimmer (Archiv) verwirklichen werde“. Das dauerte aber dann doch noch fünf Jahre. 1982 mussten die Lötzener wegen der Rathauserweiterung erneut ausziehen.

Heute ist das Kreisarchiv und Heimatmuseum aber nicht nur eine museale Erinnerungsstätte. Es findet ein vielfältiges kulturelles Leben statt: Derzeit beherbergt das Haus eine sehenswerte Gastausstellung des Ostpreußischen Landesmuseum Lüneburg.

Personen und Landschaften von Lieselotte Plangger-Popp (1913 bis 202), einer ostpreußischen Grafikerin, zeigt die Ausstellung im Moment. Jeden dritten Sonnabend im Monat ist das Museum von 10 bis 16 Uhr geöffnet, und an jedem ersten Dienstag im Monat ist ein Tag der offenen Tür. 


zur Startseite
Karte

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen