Neumünster : Ein Refugium, in dem es blüht, quakt und summt

Wolfgang Schnack holte sich viele Anregungen für seinen eigenen Garten.
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Wolfgang Schnack holte sich viele Anregungen für seinen eigenen Garten.

Bei der Aktion „Offener Garten“ schwärmten die Besucher im grünen Wohnzimmer von Monika Gripp

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18. Juni 2018, 09:00 Uhr

Neumünster | Sie nennt es „Gartenzimmer“ und es ist ihr Lieblingsort: Der Garten von Monika Gripp grünt und blüht zurzeit in voller Pracht. Fast will man aus Respekt seine Schuhe ausziehen, wenn man das Grundstück an der Augustenburgerstraße betritt, so beeindruckend geordnet und prächtig bepflanzt ist es. Am Sonntag waren andere Gartenliebhaber beim „Tag des offenen Gartens“ eingeladen, auch in Monika Gripps grünes Refugium in Faldera zu kommen.

Rosen in allen Farben duften mit Lindenblüten um die Wette, viele verschiedene Blumenstauden hängen schwer voller Blüten. Das 635 Quadratmeter große Grundstück ist verwinkelt und abwechslungsreich aufgeteilt. „Das ist wirklich ein toller Garten, ich hole mir hier Anregungen für mein eigenes Grundstück. Besonders gut gefällt mir die Kombination aus Rosen und Lavendel als Beetbegrenzung“, schwärmte Besucher Wolfgang Schnack aus Bönebüttel.

Monika Gripp findet in ihrem Garten die perfekte Seelenpflege: „Er bedeutet mir alles, er macht mich glücklich und gibt mir die Möglichkeit zur Entspannung. Aber manchmal bedeutet er auch Frust, wenn im Frühjahr der Giersch wie wild wuchert, bin ich schon mal kurz vor der Schnappatmung.“ Aber auch den Giersch weiß die 68-Jährige zu nutzen, der wird einfach als Salat verspeist. Seit etwa 20 Jahren kultiviert Monika Gripp den Lebensraum vor der Haustür, aber trotz der durchdachten Ordnung soll es dort gerne summen, brummen und quaken. „Ich stelle mir beim Pflanzen immer eine Blumenwiese vor, wo alles schön durcheinander blühen darf. Und an meinem Mini-Teich leben Kröten, Libellenlarven und Blindschleichen“, erklärt die vierfache Großmutter.

Gift kommt ihr nicht in den Garten, „allerhöchstens mal Schneckenkorn, aber auch nur, wenn es zu viele sind.“ Gegen Läuse lässt sie sich von den natürlichen Fressfeinden helfen: „Meisen und Marienkäfer futtern die gern.“

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