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Holsteinischer Courier

17. Oktober 2017 | 06:43 Uhr

Zisch-Projekt : Ein Polizeihund hat viel zu tun

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Schüler der Elly-Heuss-Knapp-Schule haben sich die Arbeit der Ermittler auf vier Beinen im Projekt „Zeitung in der Schule“ genau angeguckt.

von
erstellt am 03.Jun.2017 | 14:00 Uhr

Neumünster | „Ich habe mein Hobby zum Beruf gemacht!“, sagte Gesa Jöhnk, die stellvertretende Leiterin der Diensthundestaffel Neumünster, als die Klasse BFGE 16  b der Elly-Heuss-Knapp-Schule sie auf der Hauptfeuerwehrwache besuchte, um alles über Polizeihunde und deren Hundeführer zu erfahren. Die Schüler nehmen zurzeit an dem Projekt „Zeitung in der Schule“ (Zisch) teil und recherchierten in diesem Zusammenhang, um einen Artikel über ihre Aufgaben zu verfassen.

Einige Schüler waren ein wenig unsicher und fragten sich, ob Polizeihunde für den normalen Bürger gefährlich seien. Die Antwort ist simpel: Jeder Hund passt auf seinen Besitzer auf, auch der kleinste. Natürlich auch die Polizeihunde. Sie erledigen nur ihre Jobs.

Seit über 100 Jahren gibt es Polizeihunde überall da, wo es auch Militär und Polizei gibt. „Warum ist das so?“ fragte ein Schüler. Die Antwort ist einfach: „Weil sie viel bessere Sinne haben als wir Menschen, und man hat einen gewissen Respekt vor den Polizeihunden. „Keiner will sich freiwillig beißen lassen!“ sagte Frau Jöhnk und lächelte.

Bei der Ausbildung muss man beachten, dass man die werdenden Polizeihunde bei den Polizeiaufgaben als Schutzhund, Geldspürhund, Brandmittelspürhund, Rauschgift- und Leichen-, Blutspürhund, Einsatzfährter und zur Tätersuche fördert, damit sie die Aufgaben immer im Kopf haben und wissen, was sie machen sollen. „Ein Einsatzfährter ist ein Hund, der während eines Einsatzes einen Täter oder einen Vermissten verfolgt“, erklärte uns Gesa Jöhnk. Sie erzählte uns von einem Patienten, der aus einem Krankenhausfenster sprang und den man mehrere Stunden vergeblich suchte. Dann holte man einen Polizeihund, der den Gesuchten innerhalb weniger Minuten fand.

Wir waren beeindruckt und erfuhren, dass der Hund mehrere Tage die Woche trainieren muss, um das alles zu schaffen – natürlich nicht alleine, sondern zusammen mit seinem Hundeführer, denn Polizeihundearbeit ist Teamarbeit, sagt Gesa Jöhnk ,,Der Hund ist immer nur so gut wie der Mensch, der ihn führt.“

 

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