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Brachenfeld-Ruthenberg : Ein Platz für Jung und Alt

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Stadtteilbeirat will auf der Ruthenberger Wiese einen Mehrgenerationenplatz

shz.de von
erstellt am 27.Apr.2017 | 08:45 Uhr

Neumünster | Die Idee ist nicht neu, aber sie ist nach der Einschätzung des Stadtteilbeirats Brachenfeld-Ruthenberg in der Stadtverwaltung versandet. Bereits 2015 veranstaltete die Rasselbande-Kita einen Ideenwettbewerb für die Neugestaltung der Ruthenberger Wiese gegenüber der Einrichtung. Rund 60 Anwohner beteiligten sich daran. Das Ergebnis übergab Einrichtungsleiter Dietrich Mohr damals an den Fachdienst Stadtplanung und Stadtentwicklung. Und hörte nie wieder davon. Nun hat sich der Stadtteilbeirat am Dienstagabend erneut hinter das Thema geklemmt. Einstimmig forderte das Gremium im Haus Berlin die Stadt auf, die Pläne für einen sogenannten Mehrgenerationenplatz umzusetzen.

Das rund 2500 Quadratmeter große Gelände soll ein neuer Treffpunkt für Jung und Alt werden, so der Wunsch. „Wir haben viele Ideen“, sagte Mohr. Die Umfrage ergab damals, dass sich Kinder und Jugendliche einen Spiel- und Sportplatz mit Skaterbahn, Basketballkörben und einem Fußballfeld wünschen. Für kleinere Kinder soll es einen speziellen Bereich geben. Ältere könnten sich bei einer Partie Boule auf einer neu angelegten Bahn amüsieren. „Diese Freifläche ist aber gerade für Jugendliche wichtig, da es sonst zwischen den Wohnblöcken zum ,Legehennen-Syndrom’ kommt. Und Enge führt zur Aggressivität“, erklärte Mohr.

Der Stadtteilbeirat erwartet nach den Worten von Vorsteher Uwe Holtz, dass die Wiese dauerhaft als Mehrgenerationenplatz angelegt wird und nicht nur für zehn Jahre, wie es zunächst hieß. „Eine Bebauung der Fläche soll ausgeschlossen werden. Im Gegenzug wollen wir aber die altengerechten Häuser an der Slevogtstraße“, so Holtz. Dort soll nach dem Willen des Beirats die baufällige Baracke des Vereins Openhaart abgerissen werden (der Courier berichtete).

Diskutiert wurden im Beirat am Dienstagabend zudem die Straßenbaubeitragssatzung und die Frankenstraße. Uwe Holtz erklärte noch einmal den aktuellen, von der Ratsversammlung genehmigten Beschluss zu den Straßenbeiträgen. Ein interfraktioneller Antrag zur besseren Information der Bürger wurde bereits verabschiedet. „Das ist eine gute Sache“, kommentierte Holtz.

Beim Thema Frankenstraße ist eine Anwohnerversammlung geplant, auf der Stadtbaurat Torsten Kubiak Informationen geben will. Wann diese Veranstaltung stattfindet, steht allerdings noch nicht fest. Zudem habe es bereits einen Gedankenaustausch mit der Verwaltung gegeben, sagte Holtz. Kubiak will am 10. Mai zudem an einer Radtour mit den Beiratsmitgliedern durch den Stadtteil mitmachen. Dabei sollen einige „Brennpunkte“ angefahren werden.

Und: Laut Uwe Holtz beginnen die Stadtwerke demnächst mit der Verschönerung von Trafo-Häuschen im Stadtteil. An der Schadowstraße soll als erstes ein Motiv aus dem alten Brachenfeld mit einem historischen Haus und Kühen aufgemalt werden.

Zu Beginn der Sitzung war Dr. Olaf Jacobsen neu bis zur Kommunalwahl im kommenden Jahr verpflichtet worden. Der ehemalige Gefäßchirurg am Friedrich-Ebert-Krankenhaus folgt Pastor Tobias Gottesleben, der nach Hessen gewechselt war (der Courier berichtete). Jacobsen übernimmt von Gottesleben das Mandat der Grünen.

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