zur Navigation springen

Kirchenkreis Altholstein : Ein Pastor extra für die Jugend im Kirchenkreis

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Jugendkirche bekommt eine ganze Stelle / Angebote soll es an drei Orten geben

Neumünster | Er soll eine Jugendkirche auf die Beine stellen: Wilko Teifke heißt der neue Pastor, der spezielle Angebote für Jugendliche im Evangelisch-Lutherischen Kirchenkreis Altholstein entwickelt und organisiert. Zum 1. September tritt er seinen Dienst in Neumünster an. Ein weiteres Büro wird er in Kiel haben.

„Ich möchte die Jugendlichen raus aus dem Jugendkeller holen, rein in die Kirche und etwas komplett Neues aufbauen“, so der Theologe.

Wilko Teifke (38) hat sich ein großes Ziel gesteckt. Unter seiner Regie soll im Kirchenkreis Altholstein eine Jugendkirche entstehen. Mit Angeboten, die junge Leute in Kaltenkirchen genauso ansprechen wie in Neumünster oder in der Landeshauptstadt. Keine leichte Aufgabe in einem riesigen Kirchenkreis wie Altholstein, der sich entlang der Autobahnen vom Hamburger Rand bis an die Kieler Förde zieht. „Ich stelle mir zwei oder drei feste Orte im Kirchenkreis vor, wo wir Projekte anbieten“, erklärt Teifke.

Welche Projekte das sein werden, will der neue Pastor mit Jugendlichen zusammen erarbeiten. Denn die haben ihn ja schließlich in den Sattel gehoben. Auf einer Synodensitzung im vergangenen Jahr haben Jugendvertreter durchgeboxt, dass eine ganze Pastorenstelle nur für die Jugendkirche eingerichtet wird. Immerhin rund 65 000 Euro jährlich lässt sich das der Kirchenkreis kosten.

Dabei haben die Jugendlichen dem Stelleninhaber gleich auch die Aufgaben mitgegeben: Sie wünschen sich Aktionen mit Eventcharakter, so etwas wie eine Kletterwand in der Kirche, eine Lkw-Ladung Sand für eine Freizeit zum Thema Wüste, ein Wochenende zu Liebeskummer oder Schulstress.

Das kann sich Jugendkirchen-Pastor Wilko Teifke ganz gut vorstellen. „Ich denke an Projekte, die über ein oder zwei Wochen angelegt sind, mit Musik, Theater und Ausstellungen“, sagt Teifke. Dabei will der Pastor mit Schulen und Kirchengemeinden kooperieren. Die Jugendkirche soll keine Konkurrenz sein, sondern das bestehende Angebot ergänzen. Im Auge hat er vor allem Jugendliche, die sich nicht langfristig binden möchten.

Erfahrungen hat Teifke bereits in Kiel gesammelt, wo er in der Emmaus- und der Trinitatisgemeinde die Jugendarbeit wieder mit aufgebaut hat. Initiiert hat er außerdem die Jugendkirche bei der Nacht der Kirchen.

Nun freut sich Teifke, dass er seinen Schreibtisch im Jugendwerk Altholstein, im Zentrum kirchlicher Dienste an der Neumünsteraner Anscharkirche beziehen kann. Hin und wieder wird er auch von seiner „Filiale“ am Kieler Klosterkirchhof aus arbeiten. Das kommt dem Vater von vier Kindern nicht ganz ungelegen. Mit seiner Familie lebt er weiterhin in der Landeshauptstadt.

Karte
zur Startseite

von
erstellt am 15.Aug.2014 | 08:00 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen