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Holsteinischer Courier

11. Dezember 2017 | 16:59 Uhr

Klassiker-Tage : Ein Paradies für Autofans

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

6000 Besucher und 500 Oldtimer: Die ersten Klassiker-Tage waren ein Erfolg und sollen wiederholt werden

Eine neue Messe lockte am Wochenende vor allem Autofans auf das Holstenhallen-Gelände. Viele Besitzer mehr oder weniger seltener Fahrzeuge stellten bei den Klassiker-Tagen ihre automobilen Schätze auf dem Außengelände und in den Hallen aus. Darunter waren auch weniger spektakuläre Fahrzeuge wie ein VW Jetta aus den 80er-Jahren, aber auch echte Sahnestücke wie ein 63er Ford Thunderbird.

Wer wollte, konnte auf eine Rampe fahren, um sein Auto von Georg Meyering vorstellen zu lassen. Der Diplomverwaltungswirt konnte minutenlang über jedes Auto erzählen. Er kannte nicht nur das Baujahr oder technische Besonderheiten jedes Fahrzeugs, sondern auch noch die Geschichte zu den Autos und viele Details. Meyering war weder vorbereitet noch hatte er ein Lexikon neben sich liegen; er erzählte frei aus dem Effeff. „Ich bin einfach ein Autofan. Ich interessierte mich schon als Kind für Autos“, verriet er.

Mit einem ganz besonderem Gefährt kam Jan Loop aus Beringstedt nach Neumünster. „Das Auto hat mein Vater selbst gebaut. Als Karosseriebauer hat er jedes einzelne Teil selbst angefertigt“, erzählte Loop. Sein Vater verwendete das Chassis eines Goggomobils, das für sich alleine schon aufsehenerregend ist. Eine offensichtlich auf Krawall gebürstete Ente als Kühlerfigur macht das einzigartige Auto perfekt.

Eine Schwäche für größere Ableger der Automobil-Geschichte hat Emil Bölling: Der 81-Jährige aus Castrop-Rauxel hatte mehrere alte, toprestaurierte Lastwagen mit nach Neumünster gebracht, darunter ein 54er Magirus S6000 oder ein Mercedes-Benz DBL 6500, Baujahr 1939. Die Fahrzeuge stehen im Alga-Museum in Sittensen. „Sie müssen mobil gehalten, gehegt und gepflegt werden. Sonst gehen sie kaputt“, erzählte der Autoliebhaber.

Für Autofans war die Messe so etwas wie das Paradies. Veranstalter waren Sabine Romann, ihr Mann Michael Bremer und die Holstenhallen. „Wir sind Oldtimerfans und wollten eine Messe organisieren, in die Menschen mit einbezogen werden, die selbst mit Herzblut dabei sind. Mit den Hallenbetrieben haben wir einen guten Partner gefunden. Wir sind mit dem Gesamtverlauf sehr zufrieden“, erzählte Sabine Romann. Mehr als 500 Autos wurden am Wochenende rund 6000 Besuchern gezeigt. „Im kommenden Jahr möchten wir die Klassiker-Tage erneut in den Holstenhallen ausrichten“, kündigte die Veranstalterin aus Kiel bereits an.


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