Gross Kummerfeld : Ein neues Zuhause für Störche

In neun  Metern Höhe  wartet jetzt das nagelneue  Storchennest am Ende der kleinen Lindenallee  auf Adebars Heimkehr im Frühjahr.
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In neun Metern Höhe wartet jetzt das nagelneue Storchennest am Ende der kleinen Lindenallee auf Adebars Heimkehr im Frühjahr.

Der geköpfte Lindenstamm, auf dem die Störche das Nest 1992 gebaut hatten, war morsch. Jetzt steht das nest auf einem Mast.

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21. Oktober 2013, 13:16 Uhr

Dieses Jahr gab es keinen Storchennachwuchs in Groß Kummerfeld. Der Grund: Der geköpfte Lindenstamm, auf dem die Störche das Nest 1992 gebaut hatten, war morsch. „Ein Brandkrusten pilz hatte den Stamm befallen“, erklärten Lilian und Manfred Utech, auf deren Hof das Nest am Ende einer kleinen Lindenallee stand. Als der Baum aus Sicherheitsgründen gefällt werden sollte, brach der Stamm bereits beim Kontakt mit dem Frontlader eines Treckers auseinander. „Da war nichts mehr zu machen“, meinte Nachbar und Bauunternehmer Heino Lindemann, der das Nest immer wieder mit Hilfe seines Hubsteigers gepflegt hatte. Immerhin haben die Störche auf der Linde seit 1992 23 Junge großgezogen. Über diese Bruterfolge hatte sich auch Peter Hildebrandt vom Naturschutzbund aus Neumünster immer gefreut.

Jetzt dürfen die Kummerfelder wieder auf brütende Störche im kommenden Jahr hoffen. Montag rückten Bürgermeister Jörg Wrage, Gemeindearbeiter Frank Havemeister, sein Vorgänger Ulli Radtke, Heino Lindemann und Peter Hildebrand an, um ein nagelneues Nest aufzustellen. Mast und Nest hat die Schleswig-Holsteinische Netz AG geliefert. Jetzt wartet das nagelneue Storchenheim in neun Metern Höhe auf neue Besitzer. Darauf und vielleicht auf Jungstörche, die in Groß Kummerfeld über die Straße wandern, müssen die Storchenfreunde allerdings bis zum Frühjahr warten.

Doch die Störche sind wählerisch. Ein weiteres Nest im Groß Kummerfeld haben die Störche nicht angenommen, als sie ihren Brutplatz auf der Linde im Frühjahr nicht mehr besetzen wollten. „Da müssen die Vögel gespürt haben, dass das Nest
nicht mehr sicher ist“, meinte Lilian Utech.


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