Rickling : Ein neuer Versuch für das schnelle Internet

 Die Gemeinde Rickling wird einen neuen Anlauf für die Installation des schnellen Internets nehmen und sucht Nutzer für das Glasfaser-Netz.
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Die Gemeinde Rickling wird einen neuen Anlauf für die Installation des schnellen Internets nehmen und sucht Nutzer für das Glasfaser-Netz.

Rickling sucht Mitstreiter für die technische Neuerung.

shz.de von
03. Juli 2015, 06:00 Uhr

Rickling | Zweiter Anlauf für das schnelle Internet in der Gemeinde Rickling: Der Breitbandausbau durch die Stadtwerke Neumünster scheiterte im Mai 2012 an der zu geringen Anzahl der Interessenten. Auf ihrer Sitzung beschloss die Gemeindevertretung jetzt, mit dem Unternehmen Deutsche Glasfaser einen erneuten Anlauf zu wagen.

Ausdrücklich beglückwünscht wurde die Vertretung vom anwesenden Amtsvorsteher des Amtes Boostedt-Rickling, Geert Uwe Carstensen (CDU), zu diesem Entschluss. „Das ist für alle, die Grundbesitz haben, wichtig, damit die Immobilie ihren Wert behält und dieser nicht verfällt“, erklärte er.

Benötigt werden für die Umsetzung des Ausbaus Anschlüsse in 40 Prozent der Haushalte (rund 450 Verträge). Da auch der Landesverein diesmal mit einsteigen will, bleiben so zirka 150 zu schließende Privatverträge offen (der Courier berichtete). Die Werbung und Akquise dazu soll im September mit einer Einwohnerversammlung starten. Danach werden Beratungstermine vor Ort angeboten. „Die neue Dorfstraße wird nicht angerührt“, versprach Michael Dankert, Vertriebsmitarbeiter der Deutschen Glaser. Übernommen werden von dem Unternehmen hierfür die bereits verlegten Leerrohre.

Außerdem wurde die Erhebung von Straßenreinigungsgebühren beschlossen – wie vom Finanzausschuss empfohlen. Ab dem kommenden Jahr werden die Grundstückseigentümer nun also an diesen mit 59 Cent pro Quadratmeter der Grundstücksgröße beteiligt werden. Gegen diesen Beschluss stimmten, wie bereits im Fachausschuss, die Mitglieder der CDU-Fraktion. „Ich bin nach wie vor dagegen. Dies ist eine gemeindliche Aufgabe, die auch mit einer Erhöhung der Grundsteuer finanzierbar wäre“, erklärte dazu Keno Jantzen (CDU).

Ebenfalls auf den Weg gebracht werden soll auch die Voruntersuchung zur Erstellung eines Nahwärmenetzes im Bereich Krähenberg, Eichbalken zur Versorgung der Schule und des Schwimmbades sowie der Privathaushalte in diesem Quartier. Hierzu warf der Ricklinger Bürger Erwin Bähr allerdings die Frage auf, was aus den privaten Anschlüssen werde, wenn die Schule oder das Schwimmbad irgendwann vielleicht einmal doch nicht mehr existieren sollten.

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