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Holsteinischer Courier

13. Dezember 2017 | 02:58 Uhr

Ein neuer Name am Anscharforum

vom

Annemarie Grosch wird zur Namenspatronin für das Zentrum kirchlicher Dienste / Die Pastorin war eine kämpferische Persönlichkeit

shz.de von
erstellt am 14.Aug.2013 | 03:09 Uhr

Neumünster | Bislang wird das Haus Am Alten Kirchhof 5 noch recht nüchtern als "Zentrum kirchlicher Dienste" (ZKD) bezeichnet. Nun bekommt das Gebäude an der Anscharkirche einen klangvolleren Namen: Es wird künftig Annemarie-Grosch-Haus heißen. Die Verantwortlichen haben sich eine kämpferische Frau als Namenspatronin ausgesucht. Die Pastorin hat in der zweiten Hälfte des vorigen Jahrhunderts von Neumünster aus nicht nur die kirchliche Frauenarbeit in Schleswig-Holstein maßgeblich geprägt (siehe Bericht rechts auf dieser Seite).

Jens Beckmann, Leiter des ZKD, und Susanne Sengstock, Vorstandssprecherin der Annemarie-Grosch-Stiftung und stellvertretende Vorsitzende des Frauenwerkes der Nordkirche, stellten gestern das Leben und Wirken der Namenspatronin im designierten Annemarie-Grosch-Haus vor und erläuterten die Beweggründe für die Auswahl.

Seit 2009 sitzt das Zentrum Am Alten Kirchhof. Im ZKD werden die Beratungsangebote und Dienste des Kirchenkreises Altholstein gebündelt, etwa das Kindertagesstättenwerk, das Frauenwerk und das Beratungszentrum. 15 Menschen arbeiten dort. Unter anderem inspiriert durch das Propst-Meifort-Haus in der direkten Nachbarschaft sei irgendwann die Frage aufgekommen, ob man dem Haus nicht auch einen Namen geben möchte, erläutert Beckmann. Als jemand den Namen Annemarie Grosch ins Spiel brachte, sei man sich schnell einig gewesen. "Annemarie Grosch hat Spuren in der kirchlichen Arbeit hinterlassen und war eine Neumünsteraner Persönlichkeit", sagte Beckmann. Außerdem, so erläuterte Susanne Sengstock, habe die Arbeit Annemarie Groschs stets über die rein kirchliche Ausrichtung hinaus in die Gesellschaft hineingeragt. Das passt laut Beckmann zur Arbeit des ZKD, die von einer Verbindung von Diakonie und Bildung geprägt sei.

Die Namensgebung wird am Dienstag, 20. August, mit der feierlichen Enthüllung des neuen Eingangsschildes vollzogen. Um 16 Uhr wird zuvor ein Gottesdienst mit dem Bischofsbevollmächtigten Gothard Magaard gefeiert. Ab 17 Uhr steht das Haus im Anschluss rund eine Stunde lang für Besucher offen.

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