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Konzert : Ein Musikgespräch unter vier Instrumenten

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Philharmonia Quartett Berlin zu Gast in der Stadthalle. 380 Besucher erlebten im Theater in der Stadthalle ein Kammerkonzert der Spitzenklasse.

shz.de von
erstellt am 06.Feb.2014 | 17:00 Uhr

„Man hört vier vernünftige Leute sich untereinander unterhalten, glaubt ihren Discoursen etwas abzugewinnen und die Eigenthümlichkeiten der Instrumente kennenzulernen.“ So, wie Johann Wolfgang von Goethe das klassische Streichquartett 1829 in einem Brief beschreibt, haben es auch die 380 Konzertbesucher am Montagabend im Theater in der Stadthalle erlebt. Zu Gast war das Philharmonia Quartett Berlin. Als „Four of the best“ wurden die vier Streicher bereits nach ihrem Debüt in der Londoner Wigmore Hall vor knapp 30 Jahren bezeichnet, in Neumünster machten sie ihrem Namen alle Ehre.
Mit Joseph Haydns Streichquartett in g-Moll, op. 7, Nr. 3 begann der Abend. Das als „Reiterquartett“ bekannte Werk spiegelt Haydns großen Verdienst in der „klassischen“ Gestaltung der Streichquartette wider. Mit unglaublicher Präzision hoben der erste Geiger Daniel Stabrawa, Christian Stadelmann an der zweiten Violine, der Bratschist Neithard Resa und nicht zuletzt der in Pinneberg geborene Cellist Dietmar Schwalke die dem Werk innewohnende Ausgewogenheit und Eleganz hervor.

Nach der Pause, in die die Musiker mit tosendem Applaus entlassen wurden, stand Verdi auf dem Programm. Ein einziges Streichquartett hat der große Opern-Komponist verfasst. Aber dass es ein Quartett ist, das weiß ich!“ so die Überlieferung seines lakonischen Kommentars. Dass die Interpretation des Werkes durch die Berliner Streicher gelungen ist, das wissen die Neumünstaner Konzertbesucher seit dem Auftritt. Ihr begeisterter Applaus holte das Philharmonia Quartett Berlin nach dem zweistündigen Konzert zurück auf die Bühne.




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