Ewald Wussow : Ein Leben für die Gemeinschaft der Pommern

Gemeinsam mit Ilse Preuß (links) und Ruth Pries gründete Ewald Wussow 1949 die Kreisgruppe Neumünster der Pommerschen Landsmannschaft.
Gemeinsam mit Ilse Preuß (links) und Ruth Pries gründete Ewald Wussow 1949 die Kreisgruppe Neumünster der Pommerschen Landsmannschaft.

Landsmannschaft überraschte ihren Ehrenvorsitzenden zum 92. Geburtstag

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23. Dezember 2014, 05:00 Uhr

Neumünster | „Lieber Ehrenvorsitzender der Pommerschen Landsmannschaft, Stadtgruppe Neumünster, lieber Ehrenvorsitzender des Heimatkreises Saatzig, liebes Ehrenmitglied des Bund der Vertriebenen und, und, und“ – die Liste ließe sich ewig fortsetzen, betonte der jetzige Vorsitzende Willi Treetzen in seiner Laudatio auf Ewald Wussow. Gestern überraschte die Kreisgruppe ihren Ehrenvorsitzenden mit einer Feier zu seinem 92. Geburtstag. Ewald Wussow war sichtlich gerührt.

„Es ist nicht einmal ein runder Geburtstag, und trotzdem sind so viele Menschen gekommen“, freute sich der Padenstedter. Im Kreise seiner Familie, Freunde und treuen Weggefährten der Pommerschen Landsmannschaft (PLM) saß er zufrieden bei einem Frühstück im Alten Rauchhaus und ließ sich feiern. 32 Gäste waren der Einladung der Pommern gefolgt. Unter ihnen waren die beiden ehemaligen Padenstedter Bürgermeister Walter Beckmann und Claus Schnoor, Ewald Wussows langjähriger Freund Wolfgang Kreikenbohm sowie Ruth Pries (86) und Ilse Preuß (91). Mit den beiden Frauen hatte Wussow 1949 die Pommersche Landsmannschaft in Neumünster gegründet. „Ohne Ewald würde es unsere Gemeinschaft überhaupt nicht geben“, betonte Treetzen. Auch dass sie all die Jahre Bestand hatte, sei ein großer Verdienst Ewald Wussows, so der Neumünsteraner weiter.

In seiner Zeit als Vorsitzender der PLM von 1989 bis 2004 wurden das Pommernzentrum und die Versöhnungskirche in Travemünde gebaut. Wussows unermüdlichem Einsatz ist es auch nur zu verdanken, dass beides ohne staatliche Zuschüsse realisiert werden konnte. Er sammelte Geld, spendete selbst und war im Förderverein der Kassenwart.

Ewald Wussows Einsatz für die Gemeinschaft wissen auch die Bürger seines Wohnortes Padenstedt zu schätzen. Als gelernter Maurer stand er so manchem Nachbarn mit Rat und Tat zur Seite. Wann immer die Zeit es möglich machte und so lange die Gesundheit es zuließ, engagierte er sich ehrenamtlich fürs Dorf. So zum Beispiel als Kassenwart der CDU und der SG Padenstedt. Die beiden ehemaligen Bürgermeister kamen auch deshalb gerne im Alten Rauchhaus vorbei, um „ihrem“ Ewald die Ehre zu erweisen.

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