Ein kleines Festival der Poesie

Ute Reinhardt unterhielt die Besucher mit einem lebendigen Vortrag eines Gedichts von James Krüss.
Ute Reinhardt unterhielt die Besucher mit einem lebendigen Vortrag eines Gedichts von James Krüss.

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25. März 2015, 12:12 Uhr

Eine neue Veranstaltung hat Ulrike Göking ins Leben gerufen: Das „Kleine Festival der Poesie“ lockte am Sonnabendnachmittag etwa 30 Kunstinteressierte in den Kulturladen von Lutz Konetzny in die Holstenstraße. In ungezwungener Atmosphäre trugen am Welttag der Poesie neun Kreative ihre eigenen oder fremde Texte vor.

„Seit Jahren habe ich die Idee, Menschen und ihre Texte, Musik und Bilder zusammen zu führen. Es gibt in Neumünster viel verstecktes Kreatives. Wir wollen dazu beitragen, etwas anderes zu bieten“, erklärte Ulrike Göking, die auch selbst Gedichte schreibt. „Poesie bedeutet für mich einen sprachlichen Ausgleich in der schnelllebigen Zeit. Inhaltlich bin ich ganz spontan. Aber ich liebe Wortspiele“, bekannte die Kunstliebhaberin, die mit etwa zehn anderen Frauen eine Schreibwerkstatt unterhält.

Eine der Vortragenden war Ute Reinhardt, die ihre Zuhörer mit einem lebendigen Vortrag eines Gedichts von Hans-Magnus Enzensberger unterhielt und mit „einem Späßchen von James Krüss“ erheiterte. Besonders war die Veranstaltung durch ihre Zwanglosigkeit, in der Spontaneität statt ein festes Konzept gelebt wurde. „Wir versuchen, jeden Spontanbeitrag in unserem Programm unterzubringen“, erläuterte Ulrike Göking.

Zur angenehmen Atmosphäre trugen auch Reiner Bruder und Thorbjörn Dierks bei, die mit Saxofon und Gitarre manchen Besucher zum Mitträllern animierten, wie zum Beispiel Katja Ahorn: „Ich finde in unserer medienverseuchten Welt diese Idee der direkten Begegnung von Kunst und Menschen wundervoll“, meinte sie anerkennend. Ulrike Göking möchte das „Kleine Festival der Poesie“ zweimal jährlich anbieten.

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