Neumünster: Gerisch-Jahresprogramm : Ein Kaleidoskop der Kunst

Üppige farbenfrohe Figuren sind typisch für den lateinamerikanischen Künstler Fernando Botero. Die Gerisch-Stiftung zeigt einen Film über ihn.
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Üppige farbenfrohe Figuren sind typisch für den lateinamerikanischen Künstler Fernando Botero. Die Gerisch-Stiftung zeigt einen Film über ihn.

Gerisch-Stiftung stellt ihr Jahresprogramm vor: Ausstellungen, Lesungen, neue Skulpturen und Konzerte.

shz.de von
30. Januar 2018, 15:10 Uhr

Neumünster | Offiziell ist noch Winterpause – aber hinter den Kulissen der Gerisch-Stiftung wird eifrig geplant, gemailt und telefoniert, auch die ersten Künstler schauen vorbei, um das Ambiente kennenzulernen. Stiftungschefin Brigitte Gerisch und Kunsthistorikerin Yanine Esquivel stellten jetzt das Jahresprogramm vor – spannende Ausstellungen, faszinierende Einsichten in das Schaffen internationaler Künstler, neue Skulpturen mit Strahlkraft sowie ein buntes Rahmenprogramm mit Musik, Mode, Lesungen und Konzerten.

Die Bilanz 2017 fällt positiv aus: „Mit über 10 000 Besuchern war die Niki-de-Saint-Phalle die zahlenmäßig stärkste Ausstellung seit Beginn der Stiftung, ein ähnlicher Erfolg wie die Ausstellung „Back to Earth – von Picasso bis Ai Weiwei“ (2013). Wir hatten eine gute Mischung aus eigenen Dingen, dem Shooting-Star Niki und der kleinen, feinen Ruhwoldt-Ausstellung“, zeigt sich Brigitte Gerisch „hochzufrieden“.

Die Ausstellungen 2018 stehen fest. Eröffnet wird nach der Finissage von „Ruhwoldts Bande“ (22. April) mit „Abracadabra Simsalabim“ (6. Mai) mit Werken des jungen Künstlers Tjorg Douglas Beer. „Seine Werke sind stark geprägt von seinen Aufenthalten in seinem Atelier in Athen. Er bedient ein breites Spektrum aus Malerei, Fotografie und Collagen“, sagt Brigitte Gerisch. Die Ausstellung zeigt sowohl alte als auch neue Arbeiten. Zwei exklusiv geschaffene Außenskulpturen werden fester Bestandteil der Stiftungssammlung.

Die zweite große Einzelausstellung ist einem der „Lieblinge“ von Brigitte Gerisch gewidmet: Unter dem Titel „Ich habe immer nur das Schöne gemalt“ werden Bilder von Heinrich Basedow (1896-1994), „dem großen Einzelgänger in der Malerei des 20. Jahrhunderts“, gezeigt. Seine Bilder sind von Akribie und Schönheit und zeigen eine wunderbare Welt aus Natur und Fantasie. Die Ausstellung wird kuratiert von der Kieler Kunsthistorikerin Dr. Bärbel Manitz.

Als Dritter im Bunde wird der mit international raumbezogenen Projekten und 2016 mit dem Deutschen Lichtkunstpreis ausgezeichnete Künstler Mischa Kuball die rotierende Lichtskulptur „Mirror Rotating“ für den Innenhof vor der Gerisch-Galerie schaffen. „Die Realisierung dieses Kunstprojekts wurde durch einen anonymen Förderer möglich“, freut sich Brigitte Gerisch.

Quer durch das Jahr locken lauschige Events: Ein Tag der offenen Tür (11. 3.) mit Lagerfeuer und Live-Musik, Konzerte der Band Finn Cocheroo & the LoFi-Few (9.6.), des Brass Ensembles (SHMF, 29.7.) und der „Acoustic Gentlemen“(22.7.), Lesungen im Andenken an Anders Stüwe (27. 5./10. 6.) und preisgekrönte Kunstfilme ( „Die Frau in Gold“, 16.8. /„Botero – geboren in Medellin“, 25.10.). Ein schönes sommerliches Event verspricht das „Picknick im Park“ (5.8.) zu werden. Die Gerisch-Stiftung nimmt auch an der 11. Neumünsteraner „Kultournacht“ (26.5.) und am Tag des offenen Denkmals (9.9.) teil. Zum Jahresende darf das Laternelaufen (9.11.) mit dem Mädchen-Musikzug nicht fehlen; die Weihnachtsausstellung (2.12.) läutet die Adventszeit ein.

Das Programm 2018 ist ab dem 11. März an der Kasse erhältlich, jetzt schon im Internet: www.gerisch-stiftung.de.




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