Jazzkonzert : Ein Glanzstück des Kunstfleckens

Omar Sosa am Flügel und  Joo Kraus an der Trompete  ließen die Werkhalle vibrieren.
Omar Sosa am Flügel und Joo Kraus an der Trompete ließen die Werkhalle vibrieren.

Omar Sosa, Joo Kraus und Gustavo Ovalles begeisterten beim Jazzkonzert in der Werkhalle.

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15. September 2014, 08:00 Uhr

Neumünster | Beim Schlussapplaus gab es keinen der 320 Besucher, der nicht stand und klatschte: Das Jazzkonzert von Omar Sosa, Joo Kraus und Gustavo Ovalles in der Werkhalle war ein Glanzstück des Kunstfleckens. Johanna Göb, die Leiterin des Kulturbüros, versprach schon einleitend ein Ausnahmekonzert.

Der mehrmals für den Grammy nominierte Pianist Sosa spielt bereits seit einigen Jahren mit dem Percussionisten Ovalles, mit dem deutschen Trompeter Kraus erst seit April. Und dennoch harmonierten die drei international bekannten Vollblutmusiker geradezu auf magische Weise.

„Man spürt die fließende Kommunikation der Musiker und das Spirituelle in der Musik. Ich bin tief beeindruckt“, meinte Cornelia Cornils aus Neumünster. Die elektronischen Klänge eines Synthesizers stellten eine Fläche dar, auf der die stilistische Bandbreite von Funk, Klassik oder Latin Jazz höchst modern verarbeitet wurde.

Ganz in weiß gekleidet und mit dem Rücken zum Publikum sah man den Kubaner Sosa neben den Flügel spielerisch leicht noch zwei elektronische Tasteninstrumente bedienen. Joo Kraus, Gründer des Duos Tab Two, faszinierte durch sein dynamisches und einfallsreiches Spiel. Er lockte aus seiner Trompete nicht nur Töne, die wie menschliche Stimmen klangen, sondern setzte sie auch als Schlaginstrument ein und sang zu einigen Stücken.

Der Venezolaner Ovalles zeigte sich als unerschöpflicher Kraftquell. Auf der in schummerigen Farben beleuchteten Bühne bewegte er sich zwischen seinen zahlreichen, zum Teil selbstgebauten Schlag-und Effektinstrumenten hin und her und schüttelte die Maracas in furioser Geschwindigkeit.

Die Musiklust des Trios wurde auch spürbar durch den Ausdruck der Freude: Die Künstler standen häufig in Augenkontakt miteinander und lachten sich zu. Diese positive Ausstrahlung spiegelte sich in den Gesichtern des Publikums.

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