Ein Gewächshaus voll Musik

Michael-Weiß-Jazzband begeisterte das Publikum bei „Jazz im Glashaus“

shz.de von
12. Juli 2015, 10:33 Uhr

Das Dutzend ist voll: Zum 12. Mal spielte die „Michael-Weiß-Jazzband“ zum 12. „Jazz im Glashaus“ in der Gärtnerei Gerhard Lassen an der Kieler Straße. Zu der beliebten Traditionsveranstaltung im Rahmen der Tungendorfer Woche kamen am Mittwoch über 300 Gäste ins Gewächshaus.

Zu Beginn um 19 Uhr sah es bei Regen noch gar nicht nach einem vollen Haus aus. Doch spätestens als Michael Weiß sang: „Schönes Wetter heute und so nette Leute“ brach die Sonne durch die Wolken und das Glashaus wurde rappelvoll.

Michael Weiß und seine Bandmitglieder sind bekannt für ihren New-Orleans-Jazz, und so luden sie auch das Publikum zu einem musikalischen Spaziergang durch die Bourbon Street oder in das French Quarter ein.

Mit Wolfgang Dörner (Banjo), Holger Bundel (Piano), Frank Knutzen (Schlagzeug), Arnfred Strathmann (Klarinette und Saxofon), Tommy Dohrn (Posaune), Hans-Henning Möller (Sousaphon) und Michael Weiß (Trompete und Gesang) hat die Band auch die besten instrumentalen Voraussetzungen für originäre handgemachte Musik vom Mississippi. Mit „Royal Garden Blues“ wagte sie aber einen Ausflug nach Chicago. Doch damit nicht genug. Einige Titel waren auch ganz speziell auf das Publikum und die Örtlichkeit abgestimmt. So passte der „Kleine grüne Kaktus“ perfekt in die Gärtnerei und „Red Roses for a Blue Lady“ war eine Verbeugung vor den Damen unter den Gästen. Bei dem alten Schlager „Du hast Glück bei den Frau’n, Bel Ami“ warf Weiß auch gleich die Namen einiger Herren ein.

Auch spezielle Höhepunkte der Band fehlten nicht. So blies Hans-Henning Möller auf dem zehn Kilo schweren Sousaphon den „White Cats Blues“, der eigentlich der Klarinette vorbehalten ist. Und Altmeister Strahtmann ließ es sich nicht nehmen, auf der von ihm selbst konstruierten Flöte mit Saxofontastatur zu spielen. Immer wieder belohnte lebhafter Beifall alle Musiker. Die Gäste waren sich einig: Jazz im Glashaus ist ein Highlight der Tungendorfer Woche.

zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen