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Blick auf Neumünster : Ein Flecken „heiter und freundlich“

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Dr. Maike Manske wertete historische Reiseberichte über Neumünster aus

Neumünster | Der Bayer hat's gern g'mütlich, der Kölsche rädde gern und viel und der Holsteiner ist kurz und stämmig, kräftig bis derbe, fleißig, tanzwütig und trunksüchtig, aber auch zutraulich und redlich. – Zum Glück ist das nur ein über 200 Jahre altes Klischee!

Die Wahlneumünsteranerin und Historikerin Dr. Maike Manske förderte es am Mittwochabend bei einem kurzweiligen Vortrag im Museum Tuch + Technik zu tage. Vor etwa 50 Besuchern referierte sie über die Wahrnehmung Neumünsters in historischen Reiseberichten um 1800.

„Ich wollte Stadtgeschichte mit meinem Forschungsschwerpunkt historische Reisen koppeln“, erklärte die Historikerin. In dem einstündigen Vortrag erfuhren die Besucher, dass Reisen generell zu der Zeit fern jeder Postkutschenromantik war. Und dass die Meinungen der Besucher über Neumünster stark auseinander gingen. Viele Gäste der Stadt waren danach Durchreisende, einige von ihnen beschrieben in ihren Reisetagebüchern die Schwalestadt als „ermüdend, dürr und öde“. Andere Reisende wiederum erlebten den Flecken, der das kleine Städtchen damals war, als „pulsierend, heiter und freundlich“.

„Überraschend fand ich in meiner Quellensichtung, dass Neumünster von vielen als ein angenehmer, moderner und sauberer Ort wahrgenommen wurde“, erläuterte Maike Manske, die auch als Stadtführerin aktiv ist.

Der persönliche Lieblingsort der Wahlneumünsteranerin ist übrigens „im Sommer im Schatten der Vicelinkirche auf der Wiese. Mir gefällt das Bauwerk. Im Herbst mache ich gerne einen Ausflug ins Brachenfelder Gehölz“, beschrieb sie die Vorzüge „ihrer“ Stadt.

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erstellt am 07.Nov.2014 | 17:00 Uhr

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