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Neues Familienzentrum : Ein fester Treffpunkt im Quartier

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Die Stadt präsentiert im Rathausfoyer die Siegerentwürfe für das geplante Familienzentrum mit Jugendheim, Krippe und Kita an der Werderstraße

shz.de von
erstellt am 26.Mär.2016 | 12:00 Uhr

Neumpnster | Beim geplanten Familienzentrum an der Werderstraße hat die  Jury entschieden: Den 1. Preis gab es für den Entwurf der  H2-Architekten Haverkamp/Holthaus aus Emsdetten und Scape-Landschaftsarchitekten aus Düsseldorf.

Er verknüpfte nach Ansicht der Juroren am besten die drei Einrichtungen, die dort unter einem Dach vereint sein sollen. In einem zweigeschossigen  Neubau  mit Klinkerfassade  sind eine Kita mit Krippe, das bisher im Projekthaus an der Wasbeker Straße angesiedelte Jugendfreizeitheim und ein Familienzentrum vorgesehen. „Familienzentren sind Anlauf- und Beratungsstellen  für Familien in allen Lebenslagen“, erläuterte Stadtplanerin Ute Spieler das Konzept. Die Stadt hatte das 3900 Quadratmeter große Grundstück an der Werderstraße vor kurzem erst von der Wobau gekauft.

Ihn habe die „komplexe Aufgabe gereizt, Intimität mit Abgeschlossenheit auf der einen Seite und Offenheit auf der anderen zu koppeln“, sagte der Architekt Josef Holthaus bei der Vorstellung der drei besten Entwürfe am Donnerstag im Rathausfoyer. Dort sind die zehn Wettbewerbsbeiträge ausgestellt, die es bis in die letzte Runde geschafft hatten. Insgesamt hatten 108 Büros ihre Entwürfe eingereicht.

Holthaus betonte auch den städtebaulichen Ansatz seines Entwurfs. „Wir haben das Gebäude als Schlussstein des Parks gesehen, als einladenden Stadtquartierplatz mit einem Spielplatz für die Kleinen, aber auch einem abgegrenzten Bereich für das Projekthaus“, sagte er. Das Familienzentrum solle ein Mittelpunkt und Treffpunkt für die Bewohner im Viertel sein. Das Stichwort Integration sei dabei das Leitthema. Jung und Alt, Migranten und Einheimische, Behinderte und Nichtbehinderte sollen hier zusammenkommen.

Die Jury empfiehlt, dass die Verfasser des Siegerentwurfs mit den weiteren Planungen beauftragt werden. Darüber müssen  die politischen Gremien und letztlich die Ratsversammlungen am 26. April entscheiden. Für Ute Spieler ist der Siegerentwurf „eine gute Grundlage für die weitere politische Beratung. Es soll ja nicht bei bunten Bildern bleiben, sondern gebaut und genutzt werden“, sagte sie.

Für das Familienzentrum kalkuliert die Stadt mit Kosten von etwa 4,7 Millionen Euro und mit Städtebaufördermitteln aus dem Programm Stadtumbau West.  Angelique (8), Sophia (9) und Angelina (9) aus dem Projekthaus freuen sich jetzt schon mit der Leiterin Antje Leimbach, dass es hoffentlich bald losgeht.

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