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Holsteinischer Courier

26. Juli 2017 | 12:45 Uhr

Wasbek : Ein Fernsehteam in der Tierklinik

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Über Monate wird die Arbeit in Wasbek für eine mehrteilige Dokumentation aufgezeichnet. Am Montag ist die erste Folge zu sehen.

Wasbek | „Ruhe bitte. Kamera läuft“: Diesen Satz hört man zurzeit häufig in der Wasbeker Tierklinik. Denn bereits seit Anfang April ist hier ein Produktionsteam der Kölner Firma Fandango täglich vor Ort, um für die Dokumentationsserie „Hautnah: die Tierklinik“ des Fernsehsenders Vox den Arbeitsalltag von Klinikleiter Dr. Johannes Frahm und seinen rund 40 Mitarbeitern zu filmen.

„Die Idee ist, all die kleinen und großen Entscheidungen der Ärzte, aber auch die Gefühle der Tierbesitzer so authentisch wie möglich zu dokumentieren. Deshalb haben wir in den Behandlungs- sowie in den Operationsräumen insgesamt 32 ferngesteuerte Kameras installiert. So können wir die Behandlungen beobachten, ohne dass die Mitwirkenden, die natürlich vorher ihr Einverständnis gegeben haben, von einem Aufnahmeteam ‚verfolgt‘ werden. Denn wenn eine Kamera auftaucht, fängt jeder irgendwie an, sich darzustellen“, erläuterte der Regisseur Joachim Steinkamp. Deshalb gleicht der große Aufenthaltsraum im Obergeschoss des Hauses zurzeit auch einem technischen Überwachungsraum. Überall stehen Bildschirme, auf denen die Räume der Klinik zu sehen sind. Und Steinkamps 15 Mitarbeiter beobachten genau, was darin geschieht. Ebenfalls seinen Platz gefunden hat hier ein mobiles Tonstudio. Und auch eine Versorgungsecke mit Getränken und Speisen ist vorhanden.

„Für dieses Format bauchen wir viel Platz. Deshalb hat es auch eine Weile gedauert, bis wir die richtige Klinik gefunden hatten. Aber hier ist es optimal. Die Zusammenarbeit ist vorbildlich, und die Ärzte und Mitarbeiter sind super. Wir verstehen uns wirklich gut“, erklärte der Aufnahmeleiter.

Ebenso positiv sieht Johannes Frahm die „kleine Invasion“, die nun noch bis Ende August andauern wird. „Es gibt Hunderte Tierkliniken in Deutschland. Deshalb sind wir ein bisschen stolz darauf, dass wir gefragt wurden. Natürlich habe ich die Zustimmung zuvor mit meiner Familie sowie den Mitarbeitern besprochen. Jetzt macht es uns allen einfach Spaß. Und es ist auch noch nicht vorgekommen, dass ein Kunde auf dem Absatz kehrt gemacht hat“, berichtete er.

Ein bisschen merkwürdig sei es anfangs schon gewesen, mit Mikrofon und Sender verkabelt zu werden. „Aber daran gewöhnt man sich schnell, und während der Behandlung konzentriert man sich auf die Tiere und vergisst es einfach“, erklärte die Tiermedizinische Fachangestellte Corinna Reimers.

Gleiches berichtete auch Jodelle Sauer, die mit ihrer zwölfjährigen Katze Kaya vor der Kamera stand. „Erst war mir ein bisschen mulmig. Aber dann fand ich es witzig, weil ich zwei Mal ins Zimmer treten musste, da mit der Technik etwas nicht stimmte. Außerdem habe ich als Jugendliche schon einmal für den NDR in einem Film mitgewirkt. Deshalb war mir die Situation nicht ganz fremd“, erzählte sie. Jetzt ist die Neumünsteranerin gespannt, ob das Scheren ihrer betagten Katzendame in einer der 75 bisher fertiggestellten Folgen zu sehen sein wird.

Die erste Folge wird am kommenden Montag, 26. Juni, ab 18 Uhr ausgestrahlt. Weitere spannende Fälle aus Wasbek gibt es dann täglich montags bis freitags zur gleichen Zeit zu sehen. Den Mitarbeitern der Tierklinik gefällt die Serie übrigens. Denn diese hatten bereits Gelegenheit, sich eine Folge vorab anzuschauen.

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erstellt am 24.Jun.2017 | 09:00 Uhr

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