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Rickling : Ein Ende fürs Freibad schließt der Bürgermeister aus

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Brandermittler werden am Montag erwartet. Aufsichtsraum ist komplett ausgebrannt

Konkret ist es noch nicht, doch beim Feuer im Ricklinger Freibad kann Brandstiftung nicht ausgeschlossen werden. Die Polizei in Segeberg ermittelt aber noch. Bürgermeister Christian Thomann geht aber davon aus, dass das gerade renovierte Bad für die kommende Saison wieder hergerichtet wird.

Der Brand im Freibad hat beinahe das gesamte Gebäude zerstört (der Courier berichtete). Das wird auf der Badseite des Hauses deutlich, in dem die frisch renovierten Sanitäranlagen, die Räume der Badeaufsicht und ein Kiosk untergebracht sind.

Der Aufsichtsraum der Bademeister ist komplett ausgebrannt. Selbst die Kaffeetassen und Fliesen sind gesprungen. Stark in Mitleidenschaft wurden auch die beiden Umkleiden gezogen. Der Kiosk blieb zwar verschont, aber auch dort zeigen sich Brandspuren an der Decke.
„Nach Aussage der Feuerwehr entstand der Brand im Aufsichtsraum. Danach hat sich der Brandherd über die Decke im Gebäude ausgebreitet“, berichtete Bürgermeister Christian Thomann (ABR). „Die Feuerwehr konnte ein Übergreifen der Flammen auf den Lagerraum für die Chemikalien sowie den Technikraum verhindern, sonst könnten wir hier jetzt einen Neubau hinstellen“, meinte der Bürgermeister resigniert. Ein Brandermittler soll nun am Montag den genauen Schaden und die Brandursache ermitteln.

Damit sind die erheblichen Investitionen in Höhe von rund 100 000 Euro, die die Gemeinde in den vergangenen zwei Jahren für das Bad tätigte, im wahrsten Sinne des Wortes in Rauch aufgegangen.

Das Bad ist zwar versichert, aber der erhebliche Schaden wirkt sich auch in anderer Weise aus. Ersten Unkenrufen zufolge, die den Brand als gute Gelegenheit zur kompletten Schließung des Bades werten, tritt Thomann allerdings schon jetzt vehement entgegen. „Wenn alle Fakten zusammengetragen sind, wird es hierfür keine Mehrheit in der Gemeindevertretung geben“, meinte er überzeugt.

„Wir werden zusehen, dass das Bad für die kommende Saison wieder betriebsbereit ist. Jetzt aber gilt es, die Gebäude zunächst einmal zu sichern und winterfest zu machen, damit keine Folgeschäden entstehen“, sagte er weiter. Die Reparaturkosten schätzt Thomann in jeden Fall auf einen sechsstelligen Betrag. Genaues dazu werde man jedoch erst wissen, wenn eine konkrete Schadenfeststellung erfolgt ist.

Neben dem Brand im Freibad wurde außerdem eine kaputte Scheibe in der Schule gemeldet. Ob es jedoch einen Zusammenhang zwischen diesen Vorfällen gibt, ist bisher nicht bekannt.




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erstellt am 18.Okt.2013 | 07:00 Uhr

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