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Holsteinischer Courier

23. Oktober 2017 | 05:15 Uhr

Serie : „Ein Ehrenamt muss Spaß machen“

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Günter Schöbel (76) engagiert sich im Seniorenbeirat und im Sportverein und ist Vorsitzender des Brieftaubenvereins.

shz.de von
erstellt am 16.Mär.2016 | 13:00 Uhr

Neumünster | Die fünfte Ehrenamt-Messe findet am Sonnabend, 19. März, von 11 bis 16 Uhr unter dem Motto „Miteinander. Vielfalt. Leben“ statt. 54 Gruppen, Vereine und Verbände präsentieren in der Stadthalle mit über 70 Projekten die Vielfalt der Möglichkeiten, sich zu engagieren. Der Courier stellt im Vorfeld drei Ehrenamtliche vor. Heute: Günter Schöbel, Mitglied im Seniorenbeirat der Stadt.

Er ist zwar schon lange im Ruhestand, aber der Terminkalender von Günter Schöbel ist gut gefüllt. Der 76-jährige Wittorfer engagiert sich mehrfach ehrenamtlich und ist in Wittorf bekannt wie ein bunter Hund. Der rührige Rentner ist seit zwölf Jahren im Seniorenbeirat der Stadt, im Heimbeirat des Hauses an der Stör, im Stadtteilbeirat Wittorf und im Seniorenbeirat des Sportvereins Blau-Weiß-Wittorf.

Schlüsselerlebnis für sein Engagement vor allem für die ältere Generation waren Erlebnisse in einem Seniorenheim. „Die Leute saßen da herum, wussten nichts mit sich anzufangen und warteten darauf, dass sich jemand mit ihnen beschäftigte. Viele fühlten sich allein. Meine Frau und ich haben mit ihnen Karten gespielt, sie waren so dankbar“, erinnert er sich. Im Heimbeirat erfährt er, was Senioren wichtig ist: „Essen ist ein großes Thema, manchmal ist das Brot zu hart oder es schmeckt nicht.“ Das trägt er weiter, sorgt für den guten Draht zwischen Stadtteilbeirat und Heim, schenkt auch persönlich Kaffee aus oder fährt Senioren zu Veranstaltungen. „Wir haben mal eine Autofahrt in die Rapsblüte unternommen, da schwärmen die heute noch von.“

Im Seniorenbeirat geht es um Themen wie Dinge im öffentlichen Raum wie das Gelände in der Stadthalle, Rad- und Fußwege auf dem Großflecken oder zugemüllte Wanderwege – Unspektakuläres, aber für Senioren wichtig. Mit der Polizei geht er von Tür zu Tür, klärt über Sicherheit auf: „Ein ganz wichtiges Thema. Manche sind ziemlich leichtsinnig.“

Bei Blau-Weiß Wittorf ist er Seniorenbeauftragter und im Ältestenrat, gratuliert Mitgliedern, bringt Blümchen zu goldenen Hochzeiten. Außerdem leitet er seit 2000 die „Uhus“, sorgt für gesunde Bewegung bei den Älteren, unternimmt auch Wanderungen.

Seine Zeit für andere einzusetzen, macht dem ehemaligen Bierverkäufer der Holstenbrauerei Freude: „Man bekommt echt was zurück, die Leute freuen sich.“ Wichtig ist, dass alles Spaß macht: „Es muss überall klappen, sonst geht das nicht.“ Sagt’s und zeigt seine Brieftauben hinten im Garten. Dieses Hobby ist sein ältestes Ehrenamt: Seit 40 Jahren ist Günter Schöbel Vorsitzender des Brieftaubenvereins „Schwalbe“: „Das habe ich von meinem Großvater übernommen.“

Morgen: Susanne Heinrich setzt sich im DRK-Kleiderhaus für Flüchtlinge ein.


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