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Erntedankgottesdienst : Ein Dank für alle guten Gaben

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

In der Vicelinkirche erinnerte Pastorin Simone Bremer während ihrer Predigt an diese große Aufgabe der Menschheit.

shz.de von
erstellt am 06.Okt.2014 | 06:00 Uhr

Neumünster | Der erste Sonntag im Oktober ist für viele Christen ein besonderer Tag, natürlich auch in Neumünster und den umliegenden Gemeinden. Anlässlich des Erntedankgottesdienstes werden überall die Altare mit Erntegaben und Blumen reich geschmückt. Aus Getreideähren gebundene Erntekronen hängen als Zeichen der Naturverbundenheit im Altarraum.

Der gesamte Gottesdienst ist dem Dank der Menschen für Gottes Schöpfung, den Gaben aus der Natur und der Ernte gewidmet. Er soll daran erinnern, dass Gott den Menschen die Erde anvertraut hat, damit sie respektvoll mit der Natur und den Geschöpfen umgehen.

In der Vicelinkirche erinnerte Pastorin Simone Bremer während ihrer Predigt an diese große Aufgabe der Menschheit. „Wir reden alle vom Energiesparen, gleichzeitig steigt unser Energieverbrauch stetig an. Wir entschuldigen unser Fehlverhalten mit dem lapidaren Satz: ,Sorry Umwelt. Das brauchte ich jetzt einfach‘. Brauchen wir wirklich in jedem Zimmer einen PC? Muss ich alles immer auch am Sonntag kaufen? ,Alles – immer!‘ scheint unsere derzeitige Maxime zu heißen“, bemerkte Bremer.

Dabei sei uns längst klar, dass es so nicht weitergehen könne. Was Not täte, sei ein Richtungswechsel. „Wir werden den Weg in die Zukunft nur finden, wenn uns unsere Sehnsucht dorthin zieht“, ist sich die Pastorin sicher. Bremer plädierte dafür, sich „quer zum Mainstream“ zu stellen, um die eigene Zeit gegen das alltägliche Hamsterrad zu verteidigen und die Verantwortung für das eigene Leben zu übernehmen.

Nach der Predigt stieg Bäckermeister Stefan Andresen stellvertretend für die Bäcker der Stadt auf die Kanzel, um die Besucher auf die Brottische hinzuweisen. Gegen eine Spende konnten sich die Kirchgänger nach dem Gottesdienst einen Laib Brot mitnehmen. Sämtliche Einnahmen kommen zur Hälfte einem Schulbau-Projekt im Kongo und zur anderen Hälfte sozialen Projekten in der Gemeinde zu Gute. Gleiches gilt für die Einnahmen aus der amerikanischen Versteigerung der Erntegaben.

Nach dem Gottesdienst hatten die Besucher beim Erntemarkt im Gemeindehaus bei Suppe, Kaffee und Kuchen die Möglichkeit, ins Gespräch zu kommen – auch mit den Mitgliedern des Bach-Chores, die dem Gottesdienst eine äußerst feierliche Note verliehen.

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