Neumünster : Ein Bus wird zur Backstube

Herzen, Enten oder Schweinchen: Die Kinder der Kita Gadeland brachten den Quark-Hefeteig in Form. Meyer (2)
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Herzen, Enten oder Schweinchen: Die Kinder der Kita Gadeland brachten den Quark-Hefeteig in Form. Meyer (2)

Deutsche Innungsbäcker machen Halt auf dem Großflecken. Charity-Aktion „Ein Brot, das Gutes tut“ läuft bis Oktober.

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10. Juli 2018, 12:00 Uhr

Neumünster | Dass es in der Backstube eng werden kann, kennt Bäckermeister Stefan Andresen – „aber eine tiefe Decke ist doch ungewohnt“. Der Ort, den er sich nämlich gemeinsam mit Janne Tackmann von der Bäckerei Tackmann für eine Backaktion mit Kindern der Kita Gadeland gewählt hatte, war ungewöhnlich: Der Backbus der Deutschen Innungsbäcker machte Halt auf dem Großflecken und warb für die bundesweite Charity-Aktion „Ein Brot, das Gutes tut“.

Mit an Bord war die Figur „Backman“, die Kindern etwas zum Thema gesunde Ernährung beibrachte und erzählte, warum das ausgewogene Frühstück besonders wichtig ist.

„Unserer Kinder wissen schon, woher die Produkte kommen und wo da die Unterschiede liegen“, erklärte Erzieherin Angela Schröder-Albrecht von der Kita Gadeland. Die Einrichtung habe einen Schwerpunkt auf das Thema Ernährung gelegt. „Für die Kinder dient die Aktion, um ihr Wissen zu festigen und weil es Spaß macht.“

Die Bäckereien Tackmann und Andresen verkaufen wie viele Innungsbäcker bundesweit seit Mai Charity-Brote, von denen 30 Cent direkt an den Verein „Ein Herz für Kinder“ gehen. Der Verein hilft Kindern und Familien in Not und fördert unter anderem Suppenküchen, Kinderkliniken oder Sport- und Bildungsprojekte.

Noch bis Oktober geht die Aktion, wobei bei manchen Bäckereien die Brotsorten saisonal wechseln. „Wir verkaufen derzeit das Strandkorbbrot, ein Weizenmischbrot mit Quark, unsere Kollegen von Tackmann ein französiches Landbrot“, so Stefan Andresen.

Weil Brotbacken zu lange dauert, hatten die beiden Backprofis für die Kindergartenkinder einen Quark-Hefeteig vorbereitet, aus dem die Kinder dann mit Förmchen Herzen, Schweine oder Enten ausstechen durften und diese anschließend mit Streuseln, Mandeln oder Rosinien verzieren.

Ausgestattet mit Häubchen und Schürze kreierten unter anderem Mila (4), Joelle (8) und Line (5) aus dem Teig individuelle Backwerke, die sie anschließend mit nach Hause nehmen durften. Gebacken haben die drei Mädchen alle schon mit ihren Müttern. „Ich habe schon mal bei einem Erdbeer-Keks-Kuchen geholfen“, sagte Mila.

„Hefeteig ist für Einsteiger ideal, weil der Teig nicht zu leicht reißt, etwas schwerer wird das dann mit Mürbeteig“, erklärte Andresen.

Der Backbus sei deutschlandweit gut besucht, erklärte Mathias Meinke, der das Projekt begleitet. Im September komme dieser noch einmal nach Neumünster.

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