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Trucker-Treffen : Ein Brummi-Konvoi durch die Innenstadt

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Für den guten Zweck fuhren am Sonnabend mehr als 50 Zugmaschinen durch die Stadt zum 5. Charity-Truck-Day in Brokenlande

Da staunten die Stadtbummler und Marktbesucher am Sonnabendmorgen nicht schlecht: Mehr als 50 große 40-Tonner rollten von der Rendsburger Straße aus über den Großflecken. Anlass zu diesem Konvoi der besonderen Art war der 5. Charity-Truck-Day auf der Autobahnraststätte Brokenlande. Traditionell fuhren die Brummi-Fahrer dabei auch durch die Stadt, um für mehr Toleranz zu werben und gleichzeitig auf ihr Hilfsprojekt für Kinder aufmerksam zu machen.

Und im Gegensatz zu manch rüdem Fingerzeig auf der Autobahn wurden die Fahrer in der Innenstadt oft mit fröhlichem Winken und Kusshändchen begrüßt. Auch Jens Carstens (50) und sein Sohn Kim (6) waren früh aufgestanden, um sich die Brummis aus der Höhe des Karstadt-Restaurants anzusehen – und hier waren die beiden beileibe nicht die einzigen Zaungäste. „Ich bin selbst Speditionskaufmann und Logistikleiter, und natürlich sind Laster deshalb bei uns ein großes Thema“, erzählte der Neumünsteraner, der sich die Brummis anschließend gemeinsam mit dem Sohn noch in Brokenlande aus der Nähe ansehen wollte.

Ebenso ging es wohl auch vielen anderen, denn am Ende des Tages zählten die Organisatoren des Vereins Truck-Devils Brokenlande trotz des durchwachsenen Wetters wieder rund 1000 Besucher an der A7. „Für uns geht es um die Öffentlichkeitsarbeit für die Lkw-Fahrer und den guten Zweck. Schließlich bringen sie uns unser bequemes Leben vor die Haustür und fahren nicht nur Elefantenrennen. Da der Tag immer unter dem Motto ,Fahrer helfen Kindern‘ steht, haben wir uns in diesem Jahr entschlossen, die Trave-Schule in Bad Segeberg in ihrem besonderen Förderkonzept zu unterstützen. In den vergangenen Jahren sind immer rund 3000 Euro zusammengekommen, die wir Fahrer selbst gespendet haben. Und mit einer solchen Summe rechnen wir auch dieses Mal“, erklärte der Vorsitzende der Truck-Devils, Markus Rigsinger.

Für die Besucher waren die teils aufwendig in Airbrush-Technik gestalteten PS-Giganten der Hingucker. Werner Glaser (56) aus Düsseldorf, selbst Lkw-Mechaniker, hatte sogar seinen Urlaub so geplant, dass er mit Sohn Felix (11) das Festival besuchen konnte. „Sehr schöne Teile! Toll, dass man die Zugmaschinen hier in aller Ruhe und nicht nur im Vorbeifahren anschauen kann“, meinte er bewundernd.

Ein Versprechen gegenüber den Organisatoren löste der Speditionsbesitzer und Fahrer Walter Fritz (57) aus Österreich ein. Er nahm, sogar ohne Ladung, einen Anreiseweg von 1200 Kilometern in Kauf, um in Brokenlande dabei zu sein. „Eigentlich wollte ich letztes Jahr schon kommen, doch das hat nicht geklappt. Aber versprochen ist versprochen“, sagte der Profi. Und sehenswert war sein Gefährt mit dem riesengroßen Adlerkopf und einer rund 20 000 Euro teuren Innenausstattung allemal. „Das Geschäft auf der Straße ist hart, das ist allgemein bekannt. Auch wenn es mit der Romantik in diesem Job nicht weit ist, wir lieben unsere Trucks und das zeigen wir auch gern“, sagte er.

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erstellt am 18.Aug.2014 | 07:45 Uhr

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