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Rickling : „Ein bisschen Pastor bin ich immer geblieben“

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Leitungswechsel im Landesverein: Rüdiger Gilde geht in Pension. Andreas Kalkowski ist sein Nachfolger.

Rickling | Der Landesverein für Innere Mission wird ab dem 1. Mai unter neuer Leitung stehen. Nach 19-jähriger Tätigkeit geht der bisherige Direktor Pastor Rüdiger Gilde (66) in Pension. Zu seinem Nachfolger hat der Vorstand den bisher in Hamburg tätigen Pastor Andreas Kalkowski (51) gewählt.

„Ich war sehr gerne hier. Aber ich gehe jetzt auch mit Ruhe und Gelassenheit. Sicherlich werden mir auch zukünftig Haus und Hof nicht reichen. Aber ich freue mich darauf, nicht mehr komplett verplant zu sein“, sagte Rüdiger Gilde gestern bei der Vorstellung seines Nachfolgers.

Als Direktor habe er natürlich viele Leitungsaufgaben erfüllen müssen. „Aber ein bisschen Pastor bin ich immer geblieben. Die Begleitung der Mitarbeiter und Patienten im Sinne der Seelsorge war mir jedoch immer wichtig. Denn dies ist der Grundpfeiler, auf dem der Landesverein fußt“, erklärte er. Rückblickend auf seine langjährige Tätigkeit im Landesverein hob der seit Kurzem wieder in Neumünster-Wittorf ansässige Gilde insbesondere die deutlich verbesserte regionale Versorgung der Patienten hervor. „Gemeinsam mit den Psychiatrischen Zentrum in Rickling ist es uns gelungen, ein Netzwerk differenzierter Behandlungs-, Betreuungs- und Pflegeangebote für die Region zu entwickeln“, erklärte er. Gleiches gelte für die Arbeit mit behinderten Menschen sowie auch für die Aufgaben in der Suchthilfe, führte er weiter aus.

Auch dem „Neuen“ ist der seelsorgerische Gedanke wichtig. „Wir sind Pastoren und bleiben Pastoren. Ich wollte immer ein Beistand für die Menschen sein. Und diesem Gedanken werde ich als Direktor treu bleiben“, so Andreas Kalkowski, der sich seit einem halben Jahr auf die Übernahme der Stelle vorbereitete.

„Es ist sinnvoll, dass der Leiter des Landesvereins Theologe ist. Denn die Kirche und die Diakonie sind eins“, ergänzte dazu der Geschäftsführer des Landesvereins, Claus von See.

Andreas Kalkowski hat in Bethel und Hamburg evangelische Theologie studiert. Nach seinem Vikariat in der Melanchthon-Gemeinde in Hamburg-Bahrenfeld war er als Gemeindepastor in dem in den 90er-Jahren neu entstandenen Hamburger Stadtteil Neu-Allermöhe tätig. Als „Bauwagenpastor“ erreichte er dort über die Region hinaus einen gewissen Bekanntheitsgrad. „Eine Kirchengemeinde komplett neu aufzubauen war eine außergewöhnliche Erfahrung“, erklärte er dazu.

Im Herbst 2011 übernahm er die Leitung des kirchlichen Tagungs- und Bildungszentrums für Nachhaltigkeit „Haus am Schüberg“ im Ammersbek.

Mittlerweile ist Andreas Kalkowski, der in Bielefeld geboren und in Bethel aufgewachsen ist, mit seiner Partnerin, mit der er drei erwachsene Kinder hat, in das Westertorhaus auf dem Gelände des Psychiatrischen Zentrums gezogen. Damit ist er nun bereits ein „echter“ Ricklinger.

Die Verabschiedungs- und Einführungsfeier für Rüdiger Gilde und Andreas Kalkowski findet morgen ab 10.30 Uhr in der Ricklinger Dorfkirche in Anwesenheit von Landesbischof Gerhard Ulrich statt. Anschließend lädt der Landesverein zu einem Empfang in den Fichtenhofsaal.  


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