Ein Apfelbaum erinnert an den Todesmarsch

von
17. September 2015, 20:20 Uhr

Vor 70 Jahren, im April 1945 trieb die SS die letzten noch lebenden Insassen des KZ Fuhlsbüttel in einem brutalen Todesmarsch nach Kiel. Wer sich nicht weiterschleppen konnte, wurde noch am Wegesrand erschossen. Auf einem „Marsch des Lebens“ sind im April mehrere hundert Menschen in Erinnerung an dieses Verbrechen dieselbe Strecke noch einmal abgelaufen. Unter ihnen auch die Tochter und die Enkelin von Hilde Sherman, die den Todesmarsch als junge Frau nur knapp überlebt und später ein Buch „Zwischen Tag und Dunkel“ über ihr KZ-Martyrium und den Todesmarsch geschrieben hat.

Der Marsch führte an der Alten Obstwiese in der Kieler Straße 515 in Neumünster vorbei. Zur Erinnerung an die beiden Ereignisse will der Arbeitskreis Alte Obstwiese dort am 5. Dezember, einen Korbiniansapfelbaum pflanzen. Interessierte Gäste sind dazu willkommen. Nähere Infos gibt es unter Tel. 0431/ 6 47 47 25.

zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen