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Ortsverband der Caritas : Ein Abschied mit Neuanfang

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Gabriele Semrau hört als Leiterin des Ortsverbands der Caritas auf. Ihre Tochter Melanie übernimmt ihre Aufgaben.

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erstellt am 21.Mai.2016 | 11:45 Uhr

Neumünster | Es war ein Abschied, der Gabriele Semrau zu Tränen rührte. 29 Jahre stand die 63-Jährige in den Diensten des Caritas-Ortsverbandes, erst als Mitarbeiterin, später als Leiterin. Ende des Monats geht sie in passive Altersteilzeit. In einer Feierstunde wurden Gabriele Semraus Verdienste für die Caritas gestern im Eduard-Müller-Haus gewürdigt. Die Nachfolge tritt ihre Tochter Melanie Müller-Semrau an.

Gabriele Semrau begann ihre Arbeit bei der Caritas im Januar 1987 im Sekretariat des Ortsverbandes in Neumünster und wurde 2004 nach einer Weiterbildung für Führungskräfte beim Erzbistum Hamburg mit der Leitung beauftragt. Zu den Schwerpunkten ihrer Arbeit gehörten die Kurberatung und -vermittlung, die Arbeit mit Ehrenamtlichen, die Lebens- und Sozialberatung sowie die Gremien- und Öffentlichkeitsarbeit.

Was Gabriele Semrau auszeichnete, brachte der scheidende Stadtrat Günter Humpe-Waßmuth auf den Punkt: „Sie war immer offen, wenn es Probleme gab, sie hatte die Gabe zuzuhören und hat die Dinge, die besprochen wurden, auch realisiert.“ Dem schloss sich auch Angelika Berger, Direktorin der Caritas in Schleswig-Holstein, an: „Sie waren das Licht der Caritas, das weit strahlte.“

Vor dem Festakt im Eduard-Müller-Haus, zu dem zahlreiche Gäste und Weggefährten von Gabriele Semrau erschienen waren, würdigte Kaplan Alexander Görke sie in einem Gottesdienst in der Pfarrkirche St. Maria-St. Vicelin: „Unzählige Menschen haben an ihre Tür geklopft. Und es hat eine Frau geöffnet, die ausstrahlt: ‚Hier bin ich – mit Händen voller Hoffnung, Vertrauen und mit einem offenen Ohr für das, was dich bedrückt.‘“

Auch Peter Wohs, Pfarrer und Dechant der Kirchengemeinde St. Maria-St. Vicelin, fand lobende Worte für Gabriele Semrau: „Sie war ein Segen in vielfältigen Nöten. Ich habe mich oft gefragt, wo sie die Energie hernimmt. Ich denke, es sind ihr christlicher Glaube und ihre Erfahrungen in der kirchlichen Jugendarbeit, die sie geprägt haben.“

Unter den Gästen, die an dem Festakt teilnahmen, war auch Sven Lorenz, Vorstand des DRK–Kreisverbandes. Er arbeitete mit Gabriele Semrau in der Kreisarbeitsgemeinschaft zusammen. „Sie war das Gesicht der Caritas, eine ganz engagierte Kraft und immer mit Herzblut bei der Sache“, sagte er.

Gabriele Semrau war nach den herzlichen Worten sichtlich bewegt: „Ich möchte mich bei allen Ehrenamtlichen, Hauptamtlichen, allen Kollegen und den vielen Menschen in den Netzwerken bedanken. Am 22. April habe ich ein Blatt in meinem Kalender abgerissen und folgenden Satz gelesen: ‚Wer loslässt, wird nicht ärmer. Im Gegenteil. Er bekommt die Hände frei für etwas Neues.‘ Daher werde ich mich auch zukünftig ehrenamtlich engagieren.“

Gestern übergab Gabriele Semrau den Staffelstab offiziell an ihre Tochter. Melanie Müller-Semrau (40) ist in Wittorf aufgewachsen und lebt wie ihre Mutter in Wasbek. Die Diplom-Pädagogin studierte Erziehungswissenschaften in Kiel und absolvierte eine betriebswirtschaftliche Weiterbildung. Caritas-Direktorin Angelika Berger freut sich auf die Arbeit mit Melanie Müller-Semrau, die Gemeindemitglied in St. Maria-St. Vicelin ist: „Wir hatten viele interessante Bewerbungen. Frau Müller-Semrau hat uns am meisten überzeugt. Sie wohnt vor Ort, kennt die Gemeinde und die Menschen und wird ihre Aufgabe sehr gut meistern.“

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