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Weltkinder-Tag : Ein Abenteuer-Tag für die Kinder

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Der Weltkinder-Tag lockte 4000 vor allem kleine Besucher in Rencks Park. Kreativ- und Bewegungsangebote waren stets umlagert.

shz.de von
erstellt am 23.Sep.2013 | 06:00 Uhr

Baggern, basteln, Boote durchs Becken rasen lassen, hüpfen, tanzen und toben: In Rencks Park ging am Sonnabendnachmittag die Post ab. Unter dem Motto „Chancen für Kinder“ verwandelten 39 Vereine, Verbände und Initiativen das Gelände in eine spannende Abenteuermeile, auf der Kinder sich nach Herzenslust ausprobieren, laut sein und eine Menge Spaß haben konnten. Jede Menge Zuschauer zollten den Akteuren auf der Bühne Beifall oder fieberten bei der Lauenburger Puppenbühne mit Kasper auf Räuberjagd mit. Nach Schätzung des Jugendverbandes, der das lustige Spektakel ausrichtete, strömten rund 4000 vor allem kleine Besucher herbei.

Nach der Eröffnung durch den Mädchen-Musikzug mit „Straßenparty“ und „Wochenend’ und Sonnenschein“ herrschte fröhlicher Trubel; vor allem Kreativ- und Bewegungsangebote waren der Renner. Schlangen bildeten sich vor der Rollbahn, dem Mini-Bagger von Krebs & Suhr, dem Erbsen-Schlagen beim THW, dem Löschen der Feuerwehr Stadtmitte oder dem Modellboot-Fahren der IG Stör-Piraten. Auch „stillere“ Sachen wie der „Team-Kran“ des Jugendwerks Altholstein, bei dem mehrere Teilnehmer gemeinsam Klötze manövrierten, waren begehrt. Ob Regenmacher, Schlüsselanhänger, Servietten – an vielen Basteltischen wurde hochkonzentriert geschnipselt und gemalt. Im Rhönrad kreiselten Amira (6), Aisha (8) und Aaliya (4) vergnügt herum. „Dieser Tag ist eine Supersache“, meinte ihre Mutter Cornelia Cag (33). Sie wünschte sich, dass alle Kinder auf der Welt solche Chancen auf Bildung und Gesundheit hätten wie in Deutschland. Weiterer Wunsch der vierfachen Mutter: „Weniger Vorurteile gegen Eltern mit vielen Kindern. Man sollte nicht das Gefühl haben, sich rechtfertigen zu müssen.“ Die kleine Ailis (6) hatte ein paar Meter weiter Spaß im Kreisel. „Das ist toll hier, und es fördert die Integration“, betonte ihr Vater Ingo. Denn man müsse extremem Gedankengut entgegentreten: „Es ist unfassbar, dass Spielplätze für Migranten verboten werden.“

In diesem Sinne erinnerte Oberbürgermeister Dr. Olaf Tauras nach einem dicken Lob für alle Akteure an die Kinder, denen es nicht so gut geht: „Wir wollen daran denken, wie diese unter Krieg und Vertreibung leiden“, sagte er mit Blick auf die Spendenaktion für syrische Flüchtlingskinder. So flossen 400 Euro von der Singwette des Holstein-Chors und 600 Euro als Erlös der Kleiderbörse der Ruthenberger Rasselbande in den Topf. In den Sammeldosen an allen Ständen kamen zusätzlich 115 Euro zusammen. Auf der Bühne präsentierten Akteure ihre Talente wie die Gut-Heil-Cheerleader, Tanzgruppen des Carneval-Clubs Stadtgarde, der Chor des Christus-Zentrums und die Mini-Streicher der Musikschule.

Dietrich Mohr vom Jugendverband zog ein positives Fazit: „Vor allem die kreativen Angebote wurden ausgiebig ausprobiert. So lernen Kinder zu begreifen und werden nicht nur bespaßt. Alles lief super. 2014 wollen wir noch politischer werden und die Not der Kinder in aller Welt stärker in den Fokus rücken.“

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