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Holsteinischer Courier

22. August 2017 | 10:08 Uhr

Einfeld : Eichhofweg bekommt eine Schranke

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Fortschreibung des Landschaftsplans war Thema in der gemeinsamen Sitzung der Stadtteilbeiräte Einfeld und Gartenstadt

Neumünster | Das Gewerbegebiet Eichhofpark ist einer der Gründe, warum der  Landschaftsplan für Neumünsters Nordwesten  auf den aktuellen Stand gebracht werden muss. Das führte die Stadtteilbeiräte aus der Gartenstadt und Einfeld am Mittwochabend im Holstenhallenrestaurant zu einer gemeinsamen Sitzung zusammen.

Dabei gab es auch einige brandaktuelle Informationen. So erfuhr Friedhelm Brandt, der sich über den verbotenen Durchgangsverkehr im neuen Eichhofweg beschwerte, von Einfelds Stadtteilvorsteher Sven Radestock: „Es ist eine Schranke bestellt.“ Nur berechtigte Landwirte sollen dafür einen Schlüssel bekommen.

Einfelds Stadtteilbeirat sorgt sich auch um den zunehmenden Verkehr im Stoverbergskamp, der eine beliebte Abkürzung von der alten Rendsburger Straße  zum Roschdohler Weg ist.  Der Beirat schlägt hier eine Einbahnregelung vor. „Das ist aber noch nicht beschlossen“, sagte Radestock. Nach der Sperrung des Eichhofwegs wolle die Stadt zunächst den Verkehr am Stoverbergskamp zählen.

Solche Entscheidungen fallen nicht auf der Ebene der Landschaftsplanung, berühren diese aber schon, etwa wenn es um Eignungsflächen für touristische Rad-, Wander- oder Reitwege geht. Der Aspekt der Erholung soll in der überarbeiteten Version  des aus dem Jahr 2000 stammenden Landschaftsplans eine größere Rolle spielen. Gleiches gilt für den Verbund von Biotop-Achsen. Von der Idee großzügiger Aufforstungen  im 1100 Hektar großen Gebiet haben sich die Landschaftsplaner dagegen verabschiedet.

Eines machte Hans-Hinnerk Maaß vom Planungsbüro Mordhorst-Bretschneider aus Nortorf ganz deutlich:  Bei allen Eignungsflächen gilt das Prinzip der Freiwilligkeit – sei es  für den Biotopverbund, das touristische Wegekonzept oder als Ausgleich für Eingriffe in die Landschaft. Landwirte können nicht gezwungen werden, dafür Flächen herzugeben. Das war Landwirt Heinz-Wilhelm Dahmke ein wichtiges Anliegen: „Man redet schon von der Erweiterung des Gewerbegebiets. Was ist mit den nötigen Ausgleichsflächen?“ Land sei nicht beliebig erweiterbar. „Uns sind natürlich die Eigentumsverhältnisse bekannt“, sagte dazu Stadtplaner Bernd Heilmann. Das Gebiet südlich des Eichhofparks ist als Ziel einer Erweiterung vorgeschlagen. „Es gibt aber keine konkreten Absichten und Planungen“, so Heilmann.

  Kurt Feldmann-Jäger, stellvertretender Beiratsvorsitzender in der Gartenstadt,  legte sich für die „Grüntangente vom Stadtwald bis zum Einfelder See“ ins Zeug. Viele Wege seien auf dieser Achse verloren gegangen.

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erstellt am 26.Mär.2016 | 12:30 Uhr

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