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Daldorf : Eiche aus Bordesholm erzielte Spitzenpreis

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

3500 Festmeter Wertholz wurde für insgesamt 1,4 Millionen Euro verkauft.

Daldorf | Die Schleswig-Holsteinische Wertholzsubmission schloss mit einer erfreulichen Preisentwicklung. Insgesamt wurde in Lanken und Daldorf Holz für rund 1,4 Millionen Euro verkauft.

Manche Holzkäufer aus Deutschland, Dänemark, Polen oder Österreich können es kaum abwarten, dass die Wertholzlagerplätze im Norden ihre Schlagbäume öffnen, damit die Aufkäufer die dort lagernden Stämme begutachten können. 3500 Festmeter (Kubikmeter) bestes Stammholz wurde jetzt auf den beiden schleswig-holsteinischen Umschlagplätzen in Lanken und in Daldorf angeboten. „Dabei fanden 96 Prozent der Stämme einen Abnehmer“, erklärten Harald Nasse von den Schleswig-Holsteinischen Landesforsten und Dr. Manfred Quer von der Holzagentur der Kommunal- und Privatwaldbewirtschafter nach der Auswertung der Wertholzsubmission auf dem Lagerplatz in Daldorf. Der Großteil der angebotenen Hölzer waren hier Eichen mit einem Volumen 1500 Festmetern und Eschen mit 270 Festmetern. „Dazu gab es vereinzelte Angebote wie Buche, Ulme und Ahorn, die zurzeit eher eine untergeordnete Rolle spielen“, sagte Nasse. „Besondere Stämme wie etwa sogenannte Roseneichen mit ganz besonderen Maserungen finden immer ihre Abnehmer“, erklärten die beiden Holzfachmänner. So brachte eine Roseneiche einen Erlös von 1042 Euro pro Festmeter. „Beachtliche sechs Festmeter Holz bei einem mittleren Durchmesser von 1,19 Meter konnten sich sehen lassen. Dazu kam eine ganz besondere Maserung, die durch unzählige Wasserreiser, sprich junge Triebe, entstanden war“, erklärte Quer. Aus dem Stamm sollen Bohlen für Tische geschnitten werden.

Das Höchstgebot erzielte dieses Jahr ein Stamm aus dem Bordesholmer Gehege, das von Revierleiter Jörn Winter betreut wird. Der Eichenstamm mit der Losnummer 2085 brachte den Spitzenerlös von 1219 Euro pro Festmeter. „Bei einem Zuschnitt auf 3,57 Festmeter ein toller Ertrag“, meinte Winter. Allerdings sei die 197 Jahre alte Eiche auch ein besonderer Baum, wie er nicht jeden Tag geerntet werde. Über die Gelegenheit, an einem so starken Baum zu trainieren und zu lernen, freute sich Forstausbilder Ralf Soltau mit den Auszubildenden der Schleswig-Holsteinischen Landesforsten. Victor Karow durfte Hand anlegen und die alte Eiche fällen. „So ein Baum ringt einem schon Respekt ab“, meinte der Auszubildende. Jetzt dürfen dafür junge Eichen am Standort nachwachsen.

Insgesamtbeteiligten sich 25 Bieter aus Deutschland, Dänemark und Polen an der Submission. Elf verschiedene Baumarten kamen insgesamt zur Versteigerung. Besonders die Eiche punktete gegenüber dem Vorjahr noch mit hervorragenden Qualitäten und bei durchschnittlich 500 Euro pro Festmeter mit einem Preisanstieg von etwa 15 Prozent. Die Esche blieb mit durchschnittlich 212 Euro auf Vorjahresniveau. Hier kommt der durch das Eschensterben bedingte höhere Einschlag den Käufern zugute. Dadurch konnten regionale Käufer wie Monika und Peter Bröker aus Hemdingen für ihre Stielfabrikation auch noch im Abverkauf der nicht verkauften Eschenhölzer einige Lose im Direktverkauf ergattern. Rund 500 Stiele können aus einem mittleren Eschenstamm geschnitten werden. Die allerdings müssen astfrei und gesund sein, damit die Stiele auch halten, was sie versprechen, meinten die Fabrikanten.

Unterm Strich schloss die seit 44 Jahren bestehende Wertholzsubmission mit einem Plus von rund 150 000 Euro gegenüber dem Vorjahr.  


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