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weihnachtsfeier : Ehrungen auf der Weihnachtsfeier der Lebenshilfe-Werkstatt

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Manche Beschäftigten sind schon 40 und 45 Jahre in der Werkstatt tätig

shz.de von
erstellt am 24.Dez.2013 | 08:00 Uhr

„Ihr müsst richtig gut mitsingen, sonst wird die Butter gestrichen“: Launig animierte Sänger Carsten Arndt von „Zweistimmig und Freunde“ gestern Vormittag das Publikum zum Mitsingen bei „O Tannenbaum“ und erntete Gelächter. Rund 300 Beschäftigte der Werkstätten für behinderte Menschen des Lebenshilfewerks feierten in der Holstenhalle 2 ihre traditionelle Weihnachtsfeier. Neben einem kräftigen Frühstück gab es gute Wünsche von den Chefs zu Weihnachten und auf ein gutes neues Jahr und als wichtigster Punkt die Ehrungen langjähriger Mitarbeiter.

Aber auch die Mitarbeiter selbst hatten Wünsche. „Als ich meine Rede vorbereitete, hat mir mein Sohn Sebastian (30) seinen Wunschzettel gegeben“, sagte der Aufsichtsratsvorsitzende Horst Bülck, dessen Sohn ebenfalls in den Werkstätten arbeitet. Kontinuität wäre dem Sohn wichtig: nämlich die Fortführung der Freizeit- und Sportprogramme, aber auch der Lese-, Schreib- und PC-Kurse.

Geschäftsführer Hans-Joachim Hirsch dankte allen für das Mitziehen: Alle seien an die Leistungsgrenze gegangen, für das Erfüllen eines Auftrages musste sogar Produktionsfläche angemietet werden. Er kritisierte aber auch die mangelnde Realisierung der Inklusion in der Praxis, wie es die entsprechende UN-Konvention vorsieht. Behinderte Beschäftigte seien nicht arbeitslosenversichert, eine Lohnfortzahlung bei Krankheit finde über 21 statt 42 Tage statt. Der Stadt dankte er für die Zusammenarbeit. Die Kreise und kreisfreien Städte – nicht mehr das Land – sind zuständig für die Eingliederungshilfe, die Behinderte nach zwei Jahren Zuständigkeit der Arbeitsverwaltung erhalten. In Neumünster beträgt die Summe für alle Träger solcher Maßnahmen 23 Millionen Euro. „Jede Stadt überlegt, wie sie diese Kosten minimieren kann. Aber es muss mit Augenmaß gespart werden. Eine lebenswerte Stadt ist nicht nur an den Werten von DOC, Einkaufszentrum oder neuen Gewerbeflächen zu messen. Auch Alte, Junge, Kranke, Behinderte und ausländische Menschen gehören dazu“, betonte Hirsch. Von den knapp 300 Beschäftigten der Werkstatt kommen rund 80 Prozent aus der Stadt.

Nach den Ehrungen begleitete die Gruppe „Zweistimmig und Freunde“ mit „Jingle Bells“ und anderen Weihnachtsklassikern das Frühstück. Die Singgruppe der Werkstätten unter Leitung von Nesrin Grünau zeigte, wofür sie lange geübt hatten. Sie stimmten mit der Band „In der Weihnachtsbäckerei“ von Rolf Zuckowski an.

Geehrt wurden für 10 Jahre Betriebszugehörigkeit bei den Werkstätten: Sascha Rossmüller, Frauke Stegelmann, Kathrin Sonnenberg, Sebastian Schneede, Daniel Rühmann, Sonja Bode, Janine Borecki, Michael Reppert, Michael Wähner, Thoma Jöhnck. 15 Jahre: Andre Boller, Nils Kirchhoff, Patrick Kronshagen, Frank Neumann. 20 Jahre: Gitta Nehrmann, Sabine Troeder, Rolf Hahn. 25 Jahre: Heiko Schwanke, Sören Jacobsen, Olaf Kill, Monika Paarsch, Martina Schmidt, Jürgen Izerny. 30 Jahre: Stefan Boe, Claudia Röhe, Manfred Einfeldt. 40 Jahre: Petra Baum. 45 Jahre: Hans Hermann Bente.

 

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