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Holsteinischer Courier

18. August 2017 | 16:58 Uhr

Wasbek : Ehrenpreis geht an Flüchtlingshelfer

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

140 Bürger kamen gestern zum Neujahrsempfang der Gemeinde Wasbek . Der Freundeskreis Flüchtlinge erhielt den Ehrenpreis.

Wasbek | Etwa 140 Gäste nahmen gestern am Jahresempfang der Gemeinde Wasbek teil. Persönlich begrüßt wurden die Besucher in Kühls Gasthof dazu von Bürgermeister Karl-Heinz Rohloff (CDU), der auch den Ehrenpreis verlieh. Preisträger ist der Wasbeker Freundeskreis Flüchtlinge.

Der Bürgermeister ging in seiner Ansprache kurz auf die aktuellen Themen in der Gemeinde ein. Zu den anstehenden „Großbaustellen“ im Dorf benannte er vor allem den Neubau der Sporthalle (der Courier berichtete). „Doch von dieser Investition werden noch zwei, drei weitere Generationen profitieren“, war er sich sicher. Lobende Worte fand Rohloff außerdem für den Freundeskreis Flüchtlinge und die vielen Wasbeker, die den rund 50 Asylbewerbern, die zurzeit im Ort leben, unterstützend zur Seite stehen. „Wir haben den Asylbewerbern Schutz und Hilfe gewährt. Die Dankbarkeit der Gemeinde gilt den Menschen, die es ermöglichen, dass sich die Menschen bei uns sicher und gut aufgehoben zu fühlen“, sagte er. Um dieses Engagement noch besser zu unterstützen, habe die Gemeindevertretung vor Kurzem mit Hans-Heinrich Doose, Dr. Gerd Bunzel, Helke Rathje, Uta von Schmidt-Kühl, Carola Hansen, Volker Schmidt und Andreas Rohwer Flüchtlingsbeauftragte benannt, die sich nun als Ansprechpartner für die Asylbewerber etablieren sollen (der Courier berichtete).

Als Höhepunkt der Veranstaltung wurde von ihm schließlich auf Beschluss der Gemeindevertretung der rund 20-köpfige Freundeskreis Flüchtlinge für seinen Einsatz um das Gemeinwohl mit dem Ehrenpreis ausgezeichnet. Die mit 250 Euro, einer Urkunde, Blumen und einem Ehrenteller dotierte Auszeichnung überreichte der Bürgermeister dabei unter dem Beifall der
Gäste stellvertretend an Gerda Reger, Hans-Heinrich Doose und Volker Schmidt.

„Wir möchten den Neubürgern, die so viel Schlimmes erlebt haben, das Leben hier erleichtern. Dafür sammeln wir Möbel und Kleidung, begleiten bei Behördengängen und geben Deutschunterricht. Wir sind dankbar für Sachspenden und freuen uns über den Preis. Aber manchmal ist es auch wichtig, einfach nur da zu sein und ein bisschen zu ‚menscheln‘. Wir erleben so viel Trauriges und nicht immer läuft alles rund. Aber wir haben auch viel Spaß miteinander“, erklärte Gerda Reger für den Freundeskreis.


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