Ehrennadel für „Mister Neusus“

Hohe Auszeichnung: Ministerpräsident Daniel Günther (rechts) überreichte Johannes Nicolaysen gestern im Kieler Landeshaus die Ehrennadel des Landes Schleswig-Holstein.
Hohe Auszeichnung: Ministerpräsident Daniel Günther (rechts) überreichte Johannes Nicolaysen gestern im Kieler Landeshaus die Ehrennadel des Landes Schleswig-Holstein.

Land zeichnet Johannes Nicolaysen (79) für sein ehrenamtliches Engagement aus / „Neumünster singt und spielt“ ist sein Lebenswerk

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04. Januar 2019, 13:20 Uhr

Ortwin Kaschner, langjähriger Vorsitzender des Eisenbahner-Männerchores Neumünster, bewies eine gute Nase, als er seinem Sangesbruder Johannes Nicolaysen 1999 fragte, ob der nicht Lust habe, ein Festival mit aufzubauen: „Neumünster singt und spielt“ sollte das Kind heißen und wie sein Kieler Vorbild ein buntes tönendes Schaufenster sein, in dem sich die ganze Vielfalt musikalischer Aktivitäten unserer Stadt widerspiegeln.

20 Jahre später hat sich „Neumünster singt und spielt“ längst zu einem Aushängeschild des musikalisch-kulturellen Lebens Neumünsters gemausert, das weit über die Grenzen der Stadt hinausstrahlt. Dutzende von Chören, Musik- und Tanzgruppen aller Art und Stilrichtungen mit bis zu 1000 (!) aktiven Freizeitkünstlern nutzen das dreitägige Festival im März, um sich oder ihr neues Programm einem breiten Publikum vorzustellen. Zwischen 1200 und 1300 Besucher verfolgen alljährlich die drei meist ausverkauften Vorstellungen in der Stadthalle – und nicht wenige ordern, kaum dass der Schlussakkord verklungen ist, gleich ihre Tickets für den nächsten März.

Seit 18 Jahren ist der einstige Mitbegründer des Musikfestival Johannes Nicolaysen (79 ) längst selbst Cheforganisator von „Neumünster singt und spielt“, treibender Motor, der dem Musikfest Jahr für Jahr immer wieder neue Impulse verleiht.

Für sein herausragendes ehrenamtliches Engagement wurde „Mister Neusus“, wie Nicolaysen von Freunden und Helfern auch gern genannt wird, gestern mit der Ehrennadel des Landes Schleswig-Holstein ausgezeichnet. Im Kieler Landeshaus überreichte Ministerpräsident Daniel Günther die Ehrenurkunde an Nicolaysen. Neben dem Neumünsteraner wurden in diesem Jahr vier weitere Schleswig-Holsteiner mit der Ehrennadel ausgezeichnet.

Der 79-jährige pensionierte Hauptkommissar der Bundespolizei zeigte sich von der Auszeichnung tief berührt: Ein guter Teil der Ehrung gebühre auch den vielen Mithelfern und Unterstützern des Festivals. Neben Brigitta Wolos, die in den vergangenen Jahren mit zahlreichen „klugen Einfällen“ die Programmgestaltung geprägt und bereichert habe, zählt Nicolaysen auch seine Frau Karin zu seinen wichtigsten Helfern.

Karin Nicolaysen, die sich in Neumünster auch einen Namen als Kunstmalerin gemacht hatte, war im vergangen Herbst im Alter von 79 Jahren gestorben. „Ohne Karin wäre die Organisation von ‚Neumünster singt und spielt‘ auf die Dauer kaum möglich gewesen“, sagte Johannes Nicolaysen.

Trotz des schweren Verlustes will Nicolaysen als Cheforganisator von „Neumünster singt und spielt“ gern weitermachen: „Solange es gesundheitlich eben geht!“

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