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Holsteinischer Courier

21. August 2017 | 22:12 Uhr

Volkshaus : Ehrenamtler leisteten ganze Arbeit

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

In 885 Stunden unentgeltlich geleisteter Arbeit wurde das oberste Geschoss im Volkshaus für weitere Gruppenräume hergerichtet

Neumünster | „Unglaublich, was hier in rasantem Tempo geleistet wurde“ – Diakonie-Chef Heinrich Deicke war gestern bei der Einweihung der neuen Gruppenräume im Volkshaus voll des Lobes. Es galt Horst Saggau, dem Beiratsvorsitzenden für das Mehrgenerationenhaus, und seinen zwölf Mitstreitern Jürgen Bäth, Jürgen Böckenhauer, Michael Braasch, Erwin Fabig, Gabriele Fißmer, Jörg Ganz, Günther Großer, Uwe Hinz, Gerhard Kion, Jörg Schütt und Dieter Woebs.

Erst ihre 885 ehrenamtlichen Stunden Arbeit machten den Ausbau des obersten Geschosses im Volkshaus und die Herrichtung der 170 Quadratmeter möglich. Die Ehrenamtler rissen Wände und Fliesen heraus, isolierten die Abseiten, spachtelten und montierten. Die Firma Böge-Bau stellte professionelles Werkzeug zur Verfügung, Möbel Brügge und weitere Sponsoren unterstützten den Umbau.

Die Handwerksfirmen, die den Innenausbau, die Maurer-, Maler- und Elektroarbeiten sowie den Ausbau von Heizung, sanitären Anlagen und des Fußbodens in dem denkmalgeschützten Gebäude übernahmen, profitierten von der Zuarbeit der Freiwilligen. „Wir als Stadt durften ein bisschen helfen“, sagte Oberbürgermeister Dr. Olaf Tauras. Die Stadt ist Eigentümer des an die Diakonie vermieteten Volkshauses und hatte die Bauplanung und Bauaufsicht. Versorgt wurden die ehrenamtlichen Helfer durch das Nachbarschaftscafé im Erdgeschoss, das bei der Einweihungsfeier für selbstgebackenen Kuchen und Kaffee sorgte – Ehrenamt Hand in Hand.

Die Idee zur ungewöhnlichen Zusammenarbeit kam vom Beirat des Mehrgenerationenhauses, der auch das Konzept entwickelte und damit bei der Stadt offene Türen einrannte. „Wir sind glücklich, dass sich das Volkshaus so gut als Mehrgenerationenhaus entwickelt hat“, sagte Tauras. Es sei richtig gewesen, es in Tungendorf anzusiedeln. Tauras: „Die ehrenamtliche Arbeit funktioniert. Von hier aus wirkt es in und für die ganze Stadt.“

Die neuen Räume standen schon lange auf der Wunschliste des im Juni 2008 eingeweihten Mehrgenerationenhauses. Schon 2011 wurden im ersten Obergeschoss neue Räume erschlossen und ein Aufzug eingebaut. Aber auch das reichte für die vielfältigen Aktivitäten bald nicht mehr aus. In den neuen Räumen sollen Angebote Raum finden, die bis jetzt nicht untergebracht werden konnten. Ein Treffpunkt für junge Familien, eine Börse für nachbarschaftliche Hilfe und ein Singkreis sind in der Planung. Und auch die ehrenamtlichen Bauhelfer wollen sich weiter treffen. „Wir treffen uns zum Klönen und wollen dabei auch die Unterhaltung des Gebäudes nicht aus den Augen verlieren“, kündigte Saggau weitere Ideen und Projekte wie die Isolierung des Spitzbodens an.

 

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erstellt am 26.Apr.2015 | 09:00 Uhr

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