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Böcklersiedlung : Ehemalige Flüchtlingssiedlung wurde zum attraktiven Quartier

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Gut zwei Dutzend Teilnehmer entdeckten am Sonnabend die Böcklersiedlung und erfuhren am bundesweiten Tag der Städtebauförderung Wissenswertes.

Neumünster | Die Böcklersiedlung ist ein attraktives Quartier mit hoher Wohn- und Lebensqualität geworden. Davon konnten sich am Sonnabend rund 25 Männer und Frauen, die meisten aus dem Stadtteil, bei einem Stadtspaziergang mit Bernd Heilmann, Abteilungsleiter Stadtplanung, und Angelika Zett, Vorstandsmitglied der Baugenossenschaft Holstein, überzeugen.

Sowohl für Senioreneinrichtungen, Wohnungen für junge Familien als auch für andere attraktive Wohnformen wie beispielsweise Mietreihenhäuser gibt es lange Wartelisten. Der Rundgang fand zum bundesweiten Tag der Städtebauförderung statt. Von diesem Förderprogramm „Soziale Stadt“, so Heilmann, konnte und kann die ehemalige Flüchtlingssiedlung ordentlich profitieren – auch deshalb, weil Stadt, die Wohnungsbaugesellschaft (Wobau) und die Baugenossenschaft Holstein (BGH) nicht kleckerten, sondern klotzten. Alte Blöcke, fast ganze Straßenzüge, wurden komplett abgerissen und durch neue moderne Häuser mit Fahrstühlen und großzügigen Wohnungen ersetzt.

Dafür mussten einige der typischen Klinkerbauten aufgegeben werden, was Heilmann schmerzte. Noch gibt es die alten, niedrigen Wohnungen aus der Gründerzeit von Anfang der 1950er- bis Anfang der 60er-Jahre. Sie wurden zwar inzwischen modernisiert, konnten aber den Gründerstil der Nachkriegszeit nicht ablegen. So gab es bis in die 70er-Jahre in einigen Blöcken noch ein Gemeinschaftsbad im Keller, wie sich Ingeborg Beyer erinnerte.

„Sehr gelungen“, war der einheitliche Kommentar der Gäste in der Max-Richter- und in der Breslauer Straße. Dort konnte Heilmann zeigen, wie Modernisierung in drei Etappen in den vergangenen 20 bis 30 Jahren stattgefunden hat. Es wurde sogar die Straßenführung geändert, um den Schulweg sicherer zu gestalten, was aber einige Autofahrer anfangs nicht einsehen wollten, wie die Einheimischen meinten.

Überraschend waren für einige Teilnehmer sowohl die Vielfalt der Wohnformen im Viertel als auch die zahlreichen Grünanlagen mit Spielplätzen, die als direkte Grünachsen gestaltet waren oder wurden, etwa vom Technologiezentrum an der Memellandstraße bis zum Stadtwald.

Zum Schluss würdigte Heilmann den Kantplatz als zentrales Element für Feste, Feiern und familienfreundliches Wohnen. Dafür gab es 2008 sogar einen Architekturpreis. Die einhellige Meinung der Rundgang-Teilnehmer: „Die neue Böcklersiedlung gefällt uns.“

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