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Holsteinischer Courier

11. Dezember 2017 | 05:07 Uhr

Silvester : Effekt-Feuerwerk liegt voll im Trend

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Verkauf ist von Donnerstag bis Silvester. Verbundfeuerwerke haben Böllern und Raketen den Rang abgelaufen und werden immer ausgefeilter

von
erstellt am 28.Dez.2016 | 08:30 Uhr

Neumünster | Der Verkauf von Silvester-Feuerwerksartikeln beginnt erst morgen. Schauen und auch vorbestellen konnten die Kunden bei vielen Verkaufsstellen aber schon. Das große Vorführfeuerwerk bei Hagebau gestern auf dem Parkplatz hat dort ebenfalls Tradition.

Die Neumünsteraner werden sich nach Aussage des Fachhandels den Jahreswechsel wieder richtig etwas kosten lassen. Die Preisspanne reicht beispielsweise im Hagebaumarkt von 99 Cent für die Packung Knallerbsen bis hin zum Verbundfeuerwerk mit 905 Schuss. Das 36,5 Kilogramm schwere Paket enthält etwa 4 Kilogramm Explosivmasse und kostet stolze 299 Euro. Und es wird auch geordert, denn solches Effekt- oder Verbundfeuerwerk liegt seit Jahren schon voll im Trend.

„Das ist bequem. Einmal anzünden, und alle haben Spaß und Freude am Jahreswechsel, ohne dass einer auf umstürzende Sektflaschen als Abschussrampe achten muss“, sagt Marktleiter Arne Lembke bei Hagebau an der Boostedter Straße. Viele Stammkunden kämen ganz gezielt wegen solcher Systeme. Jan Zimmermann ist der Feuerwerksexperte im Markt und zeigt Neuheiten aus der Industrie, etwa eine Abschussvorrichtung für Raketen. Das Stativ mit drei Füßen aus Kunststoff soll für einen sicheren Stand sorgen und kann mit Erdhaken noch im Boden verankert werden.

Die Vorbestellungen für Feuerwerksartikel gehen schon seit zwei Wochen ein. Das ist zu vergleichen mit Weihnachten. Auch da überlassen die Kunden nichts dem Zufall. Das Silvesterfeuerwerk ist schließlich auch eine Investition.

Das kann Gerrit Juckel vom Heimtex-Fachmarkt Hammer-Juckel bestätigen. Dort hat ein Kunde sogar ein einzelnes Verbundfeuerwerk zum Preis von 500 Euro bestellt. „Das Ding ist so groß wie eine Euro-Palette“, sagt Juckel. Seiner Erfahrung nach ist das Silvesterfeuerwerk nicht abhängig von der Konjunktur. Die Neumünsteraner lassen es gerne krachen und blitzen.

Verkaufsschlager ist auch bei Juckel das Verbundfeuerwerk, aber auch hochwertige Einzel-Raketen würden verlangt. „Den Einzelanzünder gibt es immer noch. Und geböllert wird auch, aber deutlich weniger als früher“, sagt Gerrit Juckel. Der Kracher und neu im Sortiment seien sehr laute, aber erlaubte Kanonenschläge.

Auch bei Karstadt wird ab dem 29. Dezember das Silvesterfeuerwerk auf einer Aktionsfläche im Erdgeschoss verkauft. Filialgeschäftsführer Thomas Diebold hat die gleiche Erfahrung gemacht wie in den anderen Verkaufsstellen in der Stadt: „Im Trend liegen die hochwertigen Batterie-Feuerwerke, nach wie vor. Das hält sich seit Jahren schon“, so Diebold.

Das Angebot an Feuerwerksartikeln ist riesig, ebenso die Unterschiede bei Preisen und der Qualität. Gerrit Juckel nennt etwa Kriterien wie Kaliber, Effekthöhe und Effektbreite, aber auch die Farben des Feuerwerks. „Blau zum Beispiel ist eine teure Farbe. Das kann der Kunde nicht erkennen, das muss man ihm erklären“, sagt Juckel. Für ihn steht fest: „Feuerwerk ist kein Selbstbedienungsartikel. Der Kunde braucht Beratung.“


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