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Wittorf : Edeka-Erweiterung sorgt für Zündstoff

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Anwohner in Wittorf befürchten eine weitere Zunahme des Lärms durch den Liefer- und Kundenverkehr des Supermarktes.

Neumünster | Die geplante Erweiterung des Edeka-Marktes an der Mühlenstraße sorgt in Wittorf für reichlich Zündstoff: Rund 50 Anlieger ließen sich am Mittwochabend in der Stadtreilbeiratssitzung die Pläne erläutern. Viele meldeten Bedenken an. Die Anlieger befürchten vor allem eine Zunahme des Lärms durch den Liefer- und Kundenverkehr.

Für die Stadt erläuterte Stadtplaner Bernd Heilmann die Planungsentwürfe für den Bereich Mühlenstraße, Burggartenstraße und Burgstraße. Danach will Edeka Grätsch die Verkaufsfläche des Marktes von 1450 auf 1800 Quadratmeter Fläche erweitern. Dazu ist ein neuer Anbau geplant, der unter anderem auch den Abbruch der alten Wittorfer Schule (ehemals Elektro-Lorenzen) einschließt. Darüber hinaus sollen weitere Parkmöglichkeiten entstehen.

„Die Immobilie entspricht nicht mehr den heutigen Anforderungen. Der Investor hat einen Bauantrag gestellt, um seine Wettbewerbsfähigkeit zu gewährleisten. Dies ist auch in Bezug auf das ausgewiesene Nahversorgungszentrum Mühlenstraße sinnvoll“, führte Heilmann hierzu aus.

Wirklich überzeugen konnte er die Zuhörer mit seinen Argumenten nicht. „Es ist nicht möglich, noch mehr Lärm zu ertragen“, protestierte ein Anlieger, und andere stellten sogar die Existenz des Geschäftes insgesamt in Frage: „Wenn Grätsch nicht mehr ist, gehen wir eben zu Penny!“

Besonders sauer stößt den Anliegern auch die mögliche Umwidmung von reinen Wohngebieten in ein Mischgebiet auf: „Wer zahlt den Wertverlust unserer Grundstücke?“, protestierten betroffene Anlieger. Die Bedenken der Anwohner sollen jetzt in die weiteren Planungen einfließen.

Heftige Kritik gab es in der Versammlung auch für den neuen „Überlauf-Parkplatz“ am DOC. Hier sollen für Spitzenzeiten und Sonderveranstaltungen noch einmal mehrere Hundert Stellplätze vorgehalten werden. Die Information über den neuen Parkplatz komme zu spät, schimpfte ein Zuhörer, der Parkplatz existiere ja bereits. Ratsherr Bernd Delfs (SPD) konnte das nachvollziehen: „Hier werden erst Fakten geschaffen und erst danach die Bürger beteiligt“, kritisierte er.


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